Und das mit der besseren Raumeffizienz? Eher so mittel. Etwas hoch positioniert der Insignia Pilot und Co. auf den sehr bequemen, haltintensiven AGR-Sitzen. Jedenfalls gibt es genug Platz, dazu die bekannte Bedienung, die ebenso unverändert Eingewöhnung braucht, bis man all die Tasten am Lenkrad aussortiert und die Menü-Tiefen des Infotainments ergründet hat. Es dauert auch, bis man es mit dem Head-up-Display raushat, das seine Werte frei schwebend über der Motorhaube projiziert. Es stieß etwas verspätet zur Gesamtentwicklung dazu, das erklärt die nicht allzu grazile Integration über dem Instrumentenbrett. Das stört den Eindruck der Wohlaufgeräumtheit und Solidität im Interieur etwas – wie Detailmängel im Innenraum (schlecht schließende Heckklappe, aufgerissene Naht oder nur lackierte statt verchromte Halter-Ösen).
Den Fond möbliert eine Dreierbank, die tief positioniert ist, damit das mit der Kopffreiheit einigermaßen ausreicht. Ansonsten passt es da hinten, mit viel Normsitzraum – sechs Zentimeter mehr als beim Vorgänger sind es, aber sechs weniger als beim kürzeren Skoda Superb. Unter das Schrägheck schließlich packt der Opel nur 490 l. Klappt die dreigeteilte Rücksitzlehne fernentriegelt zu einer zerfurchten Ladefläche, reicht es für 1.450 l – auch das eher gehobenes Kompakt- als Mittelklasseformat.