Beiträge von OpelInsi

    Turbo kaltfahren bzw. abkühlen lassen heißt, entweder den Motor bereits 20...30 Sekunden vor dem abstellen mit so wenig Gas fahren dass der Turbo kaum Umdrehungen hat oder im Stand, nachdem du geparkt hast, erst in etwa diese Zeit warten bis du die Zündung ausschaltest.


    Die Welle des Turbos ist öldruckgelagert, heißt es sind keine Kugellager, o.ä. verbaut welche reibungsmindernd wirken können außer dem Öl. Zwischen Welle und Gehäuselagerung sind nur wenige Mikrometer Spiel, das Öl ist das einzige Medium die ein Laufen von Metall auf Metall verhindert. Bricht der Öldruck zusammen weil der Motor abgestellt wird, schmiert nur noch das Restöl welches sich an dieser Stelle im Turbo befindet.

    Bei fixer Fahrt oder beim DPF regenerieren liegen schnell 600...700°C an, wobei die Welle locker über 100.000 U/min. macht. Stellt man den Motor in einer solchen Situation ab, verbrennt das Öl, es bildet sich Ruß und Ölkohle, welche teils steinhart werden. Die Welle frisst oder es gibt Pittingspuren, die Lagerung wird beschädigt... und aus die Maus.

    Aber auch Mangelschmierung aufgrund zu häufigem Abstellen im normalen Standgasbereich schädigt auf Dauer die Lagerung, es kommt zu feinen Kratzern und somit Einlaufspuren. Folge: erhöhtes Spiel an der Welle -> Exitus.

    Der B hat eine Systemeinstellung im Navi für die Niveauregulierung, bei der 3 Modi angewählt werden können. Irgendwas mit geringe Beladung, Tour und hohe/starke Beladung. Kann es aus dem Kopf nicht genau sagen, aber sowas in der Art. Entspricht demnach in etwa derer des Insi A, es heißt nur bißchen anders. Was in gewisser Weise logisch ist, denn eine Dachbox kann auch leer sein und Niveauregulierung hat er so oder so, eine AHK dagegen nicht zwingend, egal ob original oder nachgerüstet.


    Frage mich selbst allerdings was die Einstellung soll, denn a) verfügt er über Sensoren an den Querlenkern, müsste damit den Beladungszustand selbst erkennen und entsprechend anpassen, zudem hat er b) serienmäßig keine adaptiven Dämpfer welche er verstellen könnte.

    Das ist zweifelsohne Motoröl, keine Frage, also wird die Werkstatt mit ihrer Diagnose recht haben.

    Zum Simmerringwechsel muss nicht nur das Getriebe raus sondern zusätzlich die Kupplung ab, das hat sie sich im Zuge der Reparatur des Kupplungsnehmerzylinders gespart, vermutlich aus Kundeninteresse damit es nicht zu teuer wird. Da der Insi ziemlich verbaut ist, hätte ich ihn als Selbstschrauber und in deinem Fall bei der Laufleistung vermutlich mit gewechselt, hätte aber auch zwei mal überlegt weil es echt grenzwertig ist. Bei meinem FL ist das Gehäuse teilweise offen, man sieht das Schwungrad, daher hätte ich ihn garantiert mit getauscht, ich weiß allerdings nicht ob es bei deinem auch so ist.


    Ich würde sagen... dumm gelaufen. Trag es mit Fassung auch wenn es hart ist, denn das Teil hätte auch geradeso 250.000 km und mehr halten können, da steckt man weder als Kunde noch als Werkstatt drin.

    Hat ein bißchen was von Montagsauto, denn bei der ersten Rep ist wohl der Wellendichtring nicht beschädigt worden, denn dafür müsste man schon ziemlich rabiat vorgegangen sein und das Getriebe gewaltsam gegen das Schwungrad geschlagen haben.

    Das ist ein Bi-Turbo bei dem der Krümmer so verschnörkelt zwischen beiden Turbos angebracht ist, dass die Hersteller und Instandsetzer richtigerweise das Teil nur als ganzes liefern bzw. verkaufen.


    Telefoniere die Instandsetzer ab und frage nach ob sie ihn revidieren können, ansonsten macht dich das Teil arm.


    Für die Zukunft: Motor schonend warm und kaltfahren, alle 10.000 km Öl und Filter wechseln, gutes Öl verwenden und/oder Additive dazugeben, auch dem Sprit.

    Motor nie heiß abstellen, ggf. Start/Stop deaktivieren. Letztere hat beim Insi die Angewohnheit sehr früh zuzuschlagen, was zwar dem Motor einigermaßen egal ist, dem Turbo jedoch gar nicht gefällt, weil er so ohne Öldruck ausläuft. Eine Schwachsinnskonstruktion!

    Machst du richtig. 👍

    Ins Getriebe kommen die meisten Dongle/Apps leider nicht rein, wenn du jedoch so ein Billigteil hast, dann lass mal die Diagnose drüberlaufen.


    So rein aus dem Bauch raus sollte ein solches Getriebe eigentlich mit dieser Laufleistung noch nicht kaputt sein. Kein Ölwechsel bis dato ist natürlich nicht so prickelnd. So es nicht vergewaltigt wurde, tippe ich da auf keinen echten mechanischen Schaden, zudem spricht die Fehlermeldung nicht dafür, auch wenn sie etwas vage ist. Es könnte sogar sein, dass einfach das Öl verbraucht und schwarz ist, zudem der Filter dicht. Das Getriebe muss in dem Fall dennoch raus und teilzerlegt werden, denn an den Filter kommt man anders nicht ran. Zweifellos stünden so aber auch keine 4000€ auf der Rechnung, erst recht keine 10k oder mehr.


    Läge ich richtig mit meiner Annahme, könnte sogar eine Spülung kurzfristig etwas helfen, der Filter müsste jedoch auf Dauer trotzdem neu.


    Stell dich neben hin wenn der FS bei Bosch ausgelesen wird und lass dir Zeit mit deiner Entscheidung. Ich würde den konkreten Fehler erst einmal googlen ehe ich eine Reparatur solcher Größenordnung in Auftrag gebe, denn in derlei Fällen ist das Schwarmwissen oft mehr von Nutzen als 2...3 "Expertenmeinungen".


    Viel Glück! 🤞

    Mein herzliches Beileid!

    Du machst mich gerade unruhig, denn das Getriebe fahre ich auch.

    Wie viel km hat es runter?

    Wurde mal das Öl gewechselt?

    Gab es im Vorfeld außer dem ACC Auffälligkeiten?

    Warum kein gebrauchtes Getriebe besorgen zum Drittel des Preises?

    10 Kiloöcken sind ja fast schon ein halber Totalschaden.

    Klar, alles hat seinen Preis, auch und gerade Zeit. Und da sind wir durchaus beim Thema, denn wenn man mittlerweile rund 10 Stunden arbeiten muss um einen Mech 1 Stunde lang zu bezahlen, dann ist das eine Hausnummer.

    Rechnet man alles zusammen, kann man eine gute Pizza kaum selbst kaum besser backen als ein Profi im Restaurant, beim PKW sieht die Sache allerdings anders aus, Voraussetzungen man hat halbwegs handwerkliches Geschick und die passende Garage samt Werkzeug am Start. Allzu gerne schraube ich selbst nicht mehr, bis vor 10 Jahren war das noch anders. Aber nicht weil man heute nichts mehr selbst machen kann, denn das stimmt so keinesfalls, sondern einfach weil man langsam alt wird. Bei den Preisen allerdings überwinde ich dann doch noch oft den inneren Schweinehund und mache mir die eigenen Finger schmutzig. Das gesparte Geld fließt dann in andere Dinge wie Sprit und Reifen... und für die gemütliche Pizza nebst Wein zusammen mit der Holden reicht es obendrein. Keiner auf der Welt kennt mein Fahrzeug besser als ich, das war schon immer ein unschätzbarer Vorteil.

    Mein Letzter war ein Hyundai IX35, seinerzeit neu gekauft, denn damals war der Mehrpreis vs. eines Gebrauchten auch nur marginal. Fährt jetzt meine bessere Hälfte und er hatte bis auf Kleinigkeiten auch nichts, obwohl er knapp 10 Jahre alt ist und nicht geschont wurde. Habe ihn aber auch nie aus den Händen, sprich in eine Vertragswerkstätte gegeben, was mir vermutlich viel Leid und ebenfalls viel Geld durch unqualifizierte Pfuschereien erspart hat. Die Kohle habe ich lieber in Form von Diesel durch die Injektoren gejagt. Bremsen hat er gefressen und Reifen, aber dafür konnte der Hersteller nur bedingt etwas. So hat ein jedes Gefährt sein Manko, nicht selten sitzt jedoch das Hauptproblem nicht im Werk sondern hinter dem Steuer bzw. in der Werkstatt. Am meisten wird, so zumindest meine Erfahrung, immer noch durch mangelnden Sachverstand beschädigt und vernichtet, wobei selbst ein Kleinwagen im worst case zum Groschengrab verkommen kann. Ich spare mir die 500€ Servicekosten jährlich im Schnitt, pfeife auf die Garantie von Opel und werde den Insi die kommenden ca. 8 Jahre auch wieder selbst warten und reparieren. Nicht weil ich es muss sondern weil ich es kann. 😁 Und ich bin mir sicher, er wird bis zum Schluss nahezu laufen wie ein Uhrwerk, weil die Technik nicht selten besser ist als ihr Ruf. Sollten Motor oder Getriebe doch unerwartet in die Fritten gehen... ja dann... habe ich das Geld längst doppelt und dreifach bei den Anschaffungskosten in der Vergangenheit gespart.