P2002 - niemand weiß was Sache ist

  • Moin zusammen,


    ich trau mich mal meine Leidensgeschichte hier zu schreiben. Vielleicht hatte ja jemand schon mal ein ähnliches Problem und kann mir einen Denkanstoß verpassen.


    Ich fahre seit einigen Wochen einen Opel Insignia B D20DTR 2.0 Diesel (210 PS).


    Von folgendem Fehlercode krieg ich nachts mittlerweile Albträume:

    P2002 – Dieselpartikelfilter unter Grenzwert 🫠


    Das Auffällige daran: Der Fehler kommt immer nach ungefähr 350 km. Nach einer erzwungenen Regeneration lässt sich der Fehler löschen und das Auto fährt wieder völlig unauffällig. Nach etwa 350 km beginnt das Ganze jedoch wieder von vorne.


    Mittlerweile habe ich knapp 1.000 € allein für Diagnosen ausgegeben. Sowohl freie Werkstätten als auch der FOH konnten bisher keine eindeutige Ursache finden.


    Folgende Erkenntnisse gibt es bisher:


    * Der Differenzdrucksensor wurde geprüft bzw. bereits ersetzt, ebenso die Schläuche. Alles laut Werkstatt unauffällig.

    * Laut FOH ist der DPF nicht beschädigt oder geschmolzen (aber keine Gewähr) sondern lediglich stark verrußt. Nach ihrer Aussage konnten sie ihn zunächst nicht regenerieren, später funktionierte die Regeneration jedoch wieder.

    * Ein NOx-Sensor liefert laut Werkstatt auffällige Werte. Allerdings hätte ich dabei eher einen AdBlue-Fehler erwartet. Ich vermute, dass das AdBlue System vom Vorbesitzer deaktiviert wurde, da ich nirgends meinen Tankstand sehen kann und der Vorbesitzer meinte, er hätte die 90tkm in seinem Besitz nicht einmal AdBlue nachgefüllt?

    * Ein einziges Mal waren zusätzlich die Fehler P0030 (Lambdasonde/Heizung) und P242B (Abgastemperatursensor 3) gespeichert. Diese habe ich gelöscht und sie sind seitdem nie wieder aufgetreten.

    * Das Fahrzeug hat leider auch immer wieder Elektrikprobleme mit sporadischen CAN-Bus- bzw. Kommunikationsfehlern verschiedener Steuergeräte. Deshalb weiß ich nicht, wie ernst ich die einmaligen Sensorfehler überhaupt nehmen soll.


    Seit Kurzem ist außerdem noch ein weiteres Problem hinzugekommen:


    Ich habe einen deutlich spürbaren Leistungsverlust, allerdings nur, wenn der Motor nach längerer Autobahnfahrt richtig warm ist. Dann fühlt sich der Wagen extrem zäh an. Ich trete das Gaspedal voll durch, der Motor dreht zwar hoch, aber das Auto beschleunigt nur sehr schleppend.


    Im kalten Zustand oder bei kühleren Temperaturen im normalen Stadtverkehr zieht der Wagen völlig normal und hat aus meiner Sicht seine volle Leistung.


    Beim FOH wurde inzwischen auch das Motorsteuergerät auf den neuesten Softwarestand gebracht. Seitdem lässt sich der Fehler zwar ohne erzwungene Regeneration löschen, am eigentlichen Verhalten hat sich jedoch nichts geändert. Nach rund 350 km erscheint P2002 erneut.


    Aktuell sind alle Werkstätten mit ihrem Latein am Ende. Der nächste Schritt wäre offenbar, auf Verdacht Sensoren oder gleich den kompletten DPF zu tauschen. Ehrlich gesagt möchte ich ungern weitere tausend Euro investieren, ohne die eigentliche Ursache zu kennen.


    Meine Vermutung ist inzwischen, dass der DPF möglicherweise gar nicht das eigentliche Problem ist, sondern nur die Folge eines anderen Fehlers. Beispielsweise ein Ladeluftleck, ein Sensor, der unter Wärme falsche Werte liefert, oder ein Problem in der Gemisch- bzw. Abgasregelung, wodurch der DPF immer wieder ungewöhnlich schnell mit Ruß beladen wird.


    Hat jemand dieses Fehlerbild schon einmal gehabt? Vor allem die Kombination aus:


    * P2002 immer nach etwa 350 km,

    * Regeneration funktioniert,

    * DPF laut Werkstatt grundsätzlich in Ordnung,

    * Leistungsverlust nur bei heißem Motor,

    * keine eindeutige Diagnose trotz mehrerer Werkstätten.


    Ich freue mich über jede Idee oder Erfahrung.

  • Die Fehlermeldungen sprechen zwar nicht dafür, aber geringe Leistung spricht für Verschleiß an Injektoren oder Turbo oder ein Leck am Ladedruckrohr bzw. für einen voll zugekokten Ansaugkrümmer.

    An letzteren beiden würde ich zuerst ansetzen, schon rein aus Wartungsgründen.

    Bajonett am Rohr (konstruktive Schwachstelle am Insi) absägen und gegen Schlauch mit Schellen tauschen und zumindest mal die Drosselklappe reinigen. In dem Zuge Ansaugkrümmer sichten.

  • Die Fehlermeldungen sprechen zwar nicht dafür, aber geringe Leistung spricht für Verschleiß an Injektoren oder Turbo oder ein Leck am Ladedruckrohr bzw. für einen voll zugekokten Ansaugkrümmer.

    An letzteren beiden würde ich zuerst ansetzen, schon rein aus Wartungsgründen.

    Bajonett am Rohr (konstruktive Schwachstelle am Insi) absägen und gegen Schlauch mit Schellen tauschen und zumindest mal die Drosselklappe reinigen. In dem Zuge Ansaugkrümmer sichten.

    Vielen Dank für den Tipp, das werde ich am Wochenende prüfen 👍🏽

    Kurze Frage: gibt es zusätzliche Hinweis, die dafür sprechen, dass es tatsächlich die Turbos sind? Ich höre kein klassisches Pfeifen oder irgendwelche offensichtliche Geräusche. Der Leistungsverlust ist auf jeden Fall erst bei warmen Temperaturen und warmen Motor. Abends zieht er mit voller Leistung durch.

    Injektoren sind vom Vorbesitzer kurz vor Kauf geprüft worden. Dabei wurden 2 gewechselt, die anderen waren noch gut

  • Auspuff Endrohr auf Ruß Überprüfen, es darf kein Ruß zu sehen sein (mit dem Finger einmal reinfassen) Endrohr muss blank sein

    Wie schon gesagt- Turbolader Schläuche prüfen, besonders Schlauch Ladeluftkühler Auslass , Verbindung an der Drosselklappe und unten am Ladeluftkühler

    Lamda Sonde rausdrehen und auf Ruß überprüfen ggf. mit Tuch reinigen

    Ansaugkrümmer kann mit Ablagerung und Ruß zugesetzt sein

    auch minimal nicht stimmende Steuerzeiten können Ursache sein