Der Einwand von Rich ist doch mit nur ein ganz klein bisschen nachdenken absolut berechtigt:
Könnte es sein, dass das Fußgängerschutzsystem (Hochspringen der Motorhaube an der Scharnierseite) möglicherweise deaktiviert wird, wenn dem Auto (primär beabsichtigt: dem Start-Stopp-System) vorgegaukelt wird, die Motorhaube sei offen?
Grundsätzlich soll das System lt. Betriebsanleitung NICHT auslösen, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit weniger als 25 bzw. mehr als 50 km/h beträgt. D.h. im Stillstand bei S/S sowie in der Werkstatt würde das System ohnehin nicht auslösen, da sich die Geschwindigkeit außerhalb der festgelegten Parameter befindet. Dennoch ist die Frage berechtigt, ob bei per Kabel simulierter "geöffneter" Motorhaube dieser Aufprallschutz eventuell ebenfalls ungewollt deaktiviert wird. Das könnte bei einem Unfall mit Personenschaden zu massiven Rechtsfolgen führen. Wenngleich das Risiko eher gering erscheint, sollte man die Frage nicht als lächerlich abtun. Nach einem Unfall denkst du wohl kaum daran, das Kabel schnell auszubauen, wenn die Schutzfunktion ggf. versagt hat - die geschweige denn, das Auto würde zur Klärung des Unfallhergangs beschlagnahmt.
Daher zurück zur Frage: Kann dieses Kabel den Fußgängerschutz aushebeln? Dann wäre mir der Chip, der nur das Drücken der offiziellen Taste simuliert, wesentlich lieber und sicherer. Zumal dieser Chip anders als das Kabel das S/S nicht dauerhaft deaktiviert, was rechtlich ebenfalls unzulässig ist.
Hast dir deine Antwort fast schon selbst gegeben. Die SSA kann den Schutz nicht aushebeln, denn sonst gäbe es keinen Schalter zum Deaktivieren im Innenraum. 😉
Ansonsten könnte man rein theoretisch einen unliebsamen Fußgänger oder Radler aufs Korn nehmen und zuvor die SSA ausschalten um ihn absichtlich stärker zu verletzen als technisch nötig. Einen solchen Fauxpas erlaubt sich kein Hersteller.