Beiträge von OpelInsi

    Habe gestern zum ersten mal HVO 100 in meinen FL getankt. Leider nur knapp 30 Liter weil es sich aufgrund der Fahrstrecke so ergab, aber das Ergebnis war verblüffend. Ich fuhr nur vom Tankstellengelände hinaus und dachte ich hätte ein anderes Auto. Fast kein Dieselnageln mehr, deutlich ruhigerer Lauf und weniger Vibrationen als sonst. Brutales Zeug und nicht vergleichbar mit herkömmlichem Diesel + LiquiMoly Additiv wie ich es ansonsten oft verwende, weil auch damit eine Art Magerruckeln beim seichten Gasgeben vorhanden ist.

    Leider gibt es in meiner Umgebung keine passende Tankstelle, daher wird es beim gelegentlichen Einsatz der Frittenplörre bleiben. Schade eigentlich, denn man hat fast das Gefühl einen Benziner zu fahren, nur mit dem smoothen Druck eines Selbstzünders, so seidig läuft er damit.


    Nächsten Monat geht es zum TüV, ich bin gespannt was die Partikelmessung ergibt, wobei ich bisher mit DPF und Co. keinerlei Probleme hatte, denn er regeneriert von Haus aus eher selten.


    Auf jeden Fall ist verblüffend wie leichtfüßig und leise er danach auf der BAB selbst jenseits der 150 km/h schob. Dachte ich fahre bei 210 erst 160 km/h. Wo sonst das Triebwerk akustisch die Oberhand hat, waren es mit dem HVO 100 definitiv mehr die Reifen. Im direkten Vergleich ein Unterschied wie Tag und Nacht, noch prägnanter als der akustisch gedämpftere Lauf nach einem Ölwechsel, bei dem man die ersten paar km glaubt der Motor sei in einer dicken Lage Watte gepackt worden. :thumbsup:

    Das ist ohnehin keine Arbeit für Kfz-Werkstattpersonal, denn jenes hat nicht mal die Zeit ein Steuergerät zu öffnen. Geschweige denn die Kompetenz etwaige fehlerhafte Elektronikbauteile zu lokalisieren und fachmännisch zu tauschen...


    So etwas ist ein Fall für den Betriebselektriker, versierten Nachbarn mit Löterfahrung oder Conrad-Hobby-Stammkunden mit Affinität zum Selbermachen, also nichts für 99,99% der Bevölkerung, sondern Nerds die es wissen wollen und/oder über ausreichend Vitamin B verfügen, denn da trennt sich die Spreu vom Weizen.


    Natürlich macht es bei 50€ nicht viel Sinn lange umherzudoktern, bei einer Nox-Sonde oder einem SG des Kolisionswarners für 500€ sieht die Sache dann aber schon anders aus, und von der Erfahrung zehrt man dann. ;)

    Dann höre gut hin, denn in vielen Fällen macht sie sich bemerkbar, so kann man noch rechtzeitig handeln.

    Ist allerdings nicht immer gut gegangen...

    Wichtig ist, regelmäßig Öl wechseln. Mit spätestens 15 kkm bzw. bei viel Kurzstrecke alle 10 kkm läuft man relativ wenig Gefahr sie frühzeitig zu himmeln. Ihr schmecken die 30 kkm Intervalle ähnlich gut wie den Nockenwellen, was aber Viele aus Kostengründen gern geflissentlich ignorieren.

    Öl ist billig, Motoren sind teuer!

    Kann man auch geteilter Meinung sein, aber ich wechsle bei meinem auch oft unterjährig und fahre bisweilen gut damit.

    Schade!

    War echt neugierig was daraus geworden wäre...

    Ich will nicht unken, aber "Made in China" lässt schon etwas erahnen...

    Vermute fast, dass sich das Problem mit etwas Geschick oder Vitamin B gegen eine "geringe Gebier" deutlich günstiger lösen lässt.

    Vielen Dank!


    Bin auch nicht der Crack darin, aber der Kondensator wäre in meinen Augen schon ein heißer Kandidat.


    Wäre echt interessant wenn du Jemanden kennen würdest dem du das Teil vorlegen kannst der ihn durchmisst.


    https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/elko_smd_220_f_16_v_105_c_low_esr_6_3_x_7_7_mm-84766?PROVID=2788&gad_source=1&gclid=CjwKCAiAhP67BhAVEiwA2E_9g1JkykJcPGCP2pLFOSIT1YcVStHywv3BqHW8YE7fiNfDvlnXbwvLuhoC6xMQAvD_BwE&q=%2Felko-smd-220-f-16-v-105-c-low-esr-6-3-x-7-7-mm-vf-220-16-k-d8-p84766.html


    Elkos (Elektrolytkondensatoren) sind Cent-Teile, die jedoch je nach Machart mehr oder weniger rasch austrocknen und damit defekt sind. Es braucht aber nicht viel um sie auszutauschen um damit richtig viel Geld zu sparen. Qualitativ schlechte halten nicht mal 200 Stunden, gute dagegen mehr als 10x so lange.

    Hat er die Zwischenkette auch erwähnt?

    M.E.n. ist diese essentieller als das NW-Rad, denn aufgrund dieser gab es erfahrungsgemäß bisweilen mehr Malheur als einem lieb ist.

    Aber das ist ein Thema bei dem sich die Geister scheiden...

    Müssen tut man prinzipiell erst mal gar nichts. 😉

    Ja, es ist ratsam es mit zu tauschen, genauso wie diverse Schrauben, Umlenk- und Spannrollen, nur bleibt das einem selbst überlassen.

    Ist einerseits eine Frage des Budgets, andererseits eine der Zeit und des Zustands der evtl. tauschwürdigen Teile.


    Wenn es nichts ausmacht das Fahrzeug ein paar Tage stehen zu lassen, dann demontiere die Teile soweit wie nötig und dann siehst du was mit ausgewechselt werden sollte bzw. muss. Wenn das NW-Rad aussieht wie neu, dann lass es drin. Wenn ein Lager einer Rolle bereits hörbar rauscht, dann muss sie neu, denn wenn du dir durch erhöhten Verschleiß den Riemen vorzeitig schrottest, dann ist das nicht im Sinne des Erfinders. Wenn Restzweifel bestehen... dann lieber alles Relevante neu als hernach ins Ofenrohr zu schauen. Genauso wenn du das Fahrzeug nicht länger als 1...2 Tage entbehren kannst, dann muss das Zeug parat liegen, denn dann kann man nicht 5...7 Tage auf eine Nachlieferung warten.

    Wenn die Ursache beseitigt ist, dann geht der Fehler teils von alleine weg, meist nach 1...3 Motorstarts. Kommt jedoch immer auf die Fehler an, manche muss man zuerst löschen, je nachdem welche SG involviert sind.


    Auf jeden Fall kommt man mit OBD Apps und einem billigen Multimeter oft weiter als man denkt.

    Auch reinigen hilft viel und es ist nie verkehrt zunächst Steckverbindung zu kontrollieren ehe sinn- und planlos Teile getauscht werden. Kontaktspray ist dein Freund. Stecker immer auf lose Kontakte und Korrosion prüfen, Kabel auf Beschädigungen.


    Auch ein Gedankengang: Warum legen sich die SG nicht schlafen, sondern ziehen über Nacht die Batterie leer? Warum brutzelt es keine Sicherung wenn das AdBlue SG defekt ist, sprich evtl. einen Kurzen hat?

    Ich würde eher sagen es hat keine Kommunikation (Mit was eigentlich, dem MSG?) weil es Unterspannung hat. Warum?

    Oder es hat Verbindung mit anderen Sensoren, z.B. einem Nox-Sensor und diese ist gestört (warum auch immer, hat z.B. Masseschluss). Der Stromverbrauch ist zudem recht hoch wie ich meine, ein SG allein verbraucht m.E.n. nicht so viel. Eine Sondenheizung, o.ä. indes schon. Heißt, man käme evtl. auch durch gezieltes abstecken gewisser SG bzw. Sensoren dem Fehler auf die Spur ohne einen Tester zu bemühen.


    Daher mein Rat: AdBlue Düse raus und reinigen. Ist sie zugesetzt, dann am besten gleich den ganzen SCR-Kat raus und mit Gemisch aus Wasser und alkalischem Reiniger säubern. Nox-Sensoren mit Vergaserreiniger behandeln, oder falls du einen hast, in den Ultraschaller geben. Ein solches Teil anzuschaffen ist übrigens fast besser investiertes Geld als es in einen sündteuren Tester zu stecken.

    Bei der Gelegenheit die SG der Nox-Sensoren auch checken. Selbst wenn die Ursache dort nicht steckt, dann ist reinigen trotzdem kein Fehler, sondern die Arbeit es auf Jahre wert, weil die Kats ein neuralgischer Punkt beim Insi sind, so wie die ganze Abgasnachbehandlung, inkl. Ansaugbrücke und AGR mitsamt dessen Kühler, eben alles was verrußen kann.

    Man muss es als Gesamtsystem betrachten, denn genau das ist es. Wenn z.B. ein NOX-Sensor Fehler zeigt, dann ist das fast immer nur ein Symptom, aber in den seltensten Fällen die Ursache.


    P2BAD spricht zudem für ein zugesetztes oder defektes Ventil. Da der Fehler allgemein auf AdBlue lautet, würde ich dort auch zuerst ansetzen. Angefangen an jenen Teilen die am ehesten strapaziert werden, eben jenem Einspritzventil.