Beiträge von OpelInsi

    Hast du Totwinkelwarner in den Spiegeln?

    Falls ja, könnte ein Steuergerät hinten in der Heckschürze der Korrosion zum Opfer gefallen sein.

    Wartungsplan habe ich leider keinen.

    Der F20DVH hat auf jeden Fall keinen Zahnriemen sondern eine Steuerkette und eine seperate Zwischenkette an den Nockenwellen, ergo insgesamt 2. Letztere ist identisch mit jenen seiner Vorgänger (D20DTH, usw.) und machte dort so einige Probleme, sprich verschliss teils frühzeitig obwohl für sie nie ein Wechselintervall vorgesehen war. Manchmal sogar noch vor den Steuerriemen, welcher ein Intervall von 150.000 km bzw. 6 Jahre hatte. Die Vorsichtigen ziehen daher oft den Wechsel auf +/- 120.000 km vor und machen die Zwischenkette gleich mit.


    Für den(ine)n Facelift-Motor gibt es noch keine belastbaren Zahlen zwecks Ausfallanfälligkeit, es bleibt ergo ein wenig Lotteriespiel. Grundsätzlich ist auch hier keinerlei Wechselintervall für die Ketten vorgesehen, ich persönlich rate allerdings zumindest niemals das Ölwechselintervall bis 30.000 km auszureizen sondern spätestens bei 15.000 km die Plörre zu erneuern.

    Öl ist auch so eine Glaubensfrage, ich fahre kein 0W20 mehr sondern ein 5W30, da er mit dem dünneren zu deutlichem Ölkonsum neigt.

    Auf jeden Fall würde ich immer genau hinhören was "der Motor spricht" und beim ersten Anzeichen von Schleifgeräuschen handeln. Soll schon Kettenrisse unter 90.000 km gegeben haben die sich zuvor nicht ankündigten. Glaube ich persönlich zwar nicht, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

    Wenn die Glühkerzen wirklich okay sind und nur ganz vorn an den Spitzen glühen, dann passt eventuell etwas mit den Injektoren nicht.

    Lies mal die Korrekturwerte bei Standgas und während dezenter Beschleunigung aus. Wenn hier ein Ausreißer mit ca. +/-1,0 oder mehr darunter ist, dann kann dies durchaus zu einem verzögerten Start führen.

    Denkbar wäre auch schlechter Sprit, eine schwach gewordene Vorförder- bzw. Hochdruckpume oder ein langsam zugesetzter Kraftstofffilter. Wenn Letzterer bisher nicht oder schon länger nicht mehr getauscht wurde, dann würde ich ihn als erstes ersetzen sofern die Injektoren keine Auffälligkeiten zeigen.

    Die Klebeschicht schütz u.a. vor Eindringen von Wasser in das Innere des Kolbens, somit vor Rost, allein schon deswegen würde ich die Beläge montieren wie es die Einbauanleitung vorschreibt.


    Bremssattel entfernen, die alten Beläge so darin belassen wie sie normalerweise montiert sind, mit langem Schraubenzieher, Rohr oder Montiereisen dazwischen fahren und mit Gefühl abhebeln. Da passiert nichts, Kolben und Sattel sind nicht aus Zucker.

    Vorglühanlage hat eher etwas mit der Batterie als mit Außentemperaturanzeige und Kühlwassertemperatur zu tun. Die Frage wäre daher, so es die Glühkerzen nicht sind, welche Temperaturen herrschen derzeit beim TO und in welchem Zustand befindet sich der Akku?!


    Vorgeglüht wird übrigens fast immer, beim Kaltstart bis weit über 20°C Außentemperatur hinaus, bzw. generell die ersten Minuten danach (die genauen Programmierparameter kenne ich leider nicht). Es dauert bei kalten Temperaturen nur logischerweise etwas auf die gewünschte Starttemperatur zu kommen, daher kommt es im Winter zu leichten Verzögerungen. CDIs starten jedoch generell konstruktionsbedingt auch ohne Glühkerzen, es dauert nur je nach Modell, Zustand, Temperatur, usw. 1...5 Sekunden.

    Wenn sich nach Drücken das Startknopfes zunächst nichts tut, sprich der Anlasser nicht dreht, dann weil die Elektronik noch keine Startfreigabe erteilt hat.

    Der Widerstand scheint korrekt zu sein, somit die Heizspiralen im Inneren der Glühkerzen intakt. Es kann aber durchaus sein dass eine Kerze schadhaft ist, indem sie nicht mehr ganz vorn an der Spitze glüht sondern weiter hinten Richtung Schaft.

    Da die Elektronik die Widerstände messen kann, scheint die elektrische Verbindung wie Kabel und Stecker als soches okay zu sein.


    Ich würde mir einen Satz neuer Kerzen besorgen, denn sie kosten nicht die Welt (ca. 60€). Borg Warner (Beru) ist der Original-Ausrüster.



    Außer einer langen 10er Nuss braucht man für den Tausch kein Spezialwerkzeug.


    Diese hier sollte passen:


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    Jedoch keine Gewähr, bitte selbst nochmal überprüfen.

    Aus rein technischer Sicht nichts, denn beides mal wird angesammelter Ruß im DPF zu Asche verbrannt, indem mehr Kraftstoff eingespritzt wird um somit die Abgastemperatur über 600°C zu bringen.


    Die Passive wird relativ regelmäßig gestartet sobald die Rahmenbedingungen passen, primär der Motor ausreichend warm ist und gewisse andere Parameter erfüllt sind.


    Die Aktive grundsätzlich unter ähnlichen Bedingungen, hier ist jedoch der Differenzdruck die entscheidende Messgröße, also eine erhöhte Rußbeladung. Wird diese Regenerierung zwei mal abgebrochen, dann zwingt dich die Anzeige im Cockpit zum Weiterfahren bis sie vollends abgeschlossen ist.


    Einfach gesagt, wer seinen Motor selten richtig auf Betriebstemperatur bringt, meist aufgrund dauernder Kurzstrecke, der landet öfter in der Aktiven, weil das Fahrzeug kaum die Chance hat eine Passive zu starten bzw. erfolgreich abzuschließen. Den km-Durchschnitt der Aktiven kann man auslesen. Pauschal lässt sich sagen: je höher der Wert desto artgerechter wird das Fahrzeug bewegt.

    Das ist genau der falsche Ansatz, daher zitiere ich mich mal selbst.

    Ergo sollte es am DPF liegen, der mit zu viel Asche beladen ist und nur noch unter optimalen Bedingungen ohne Fehlermeldungen und Notlauf funktioniert, wenn wenig Ruß entsteht und dieser auch alsbald durch Regenerieren zu Asche verbrannt wird, damit der DPF halbwegs durchgängig bleibt.

    Heißt folglich: DPF ausbauen und Asche entfernen, sprich chemisch reinigen oder ausbrennen (lassen), weil sonst bei nächst bester (oder je nach Sichtweise schlechter) Gelegenheit das Spiel von neuem beginnt und du erneut strandest.

    Da der DPF mit relativ viel Asche beladen ist welche nicht verbrannt und nur durch Ausbau mit anschließender Reinigung entfernt werden kann, werden deine Regenerationsintervalle immer kürzer. Du wirst also in absehbarer Zeit wieder das selbe Problem bekommen, nach Murphys Law meist genau zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

    Lass es zeitnah machen, sonst könnte es teuer werden, denn wenn du damit in irgendeiner Werkstatt fernab von daheim strandest, dann will sie dir garantiert einen neuen DPF verkaufen.

    Zumal dein Motor durch den fast permanent höheren Gegendruck schneller verrußt als normal, was nicht nur den Spritverbrauch in die Höhe treibt, sondern auch die Injektoren zusetzen kann. Es wird ergo über die Zeit hinweg nicht günstiger.


    Passive Reinigung findet je nach Fahrprofil ca. alle 100...500 km statt, die aktive alle 300 bis weit über 1500 km. Die passive wird nicht im MSG gespeichert, man bemerkt sie nur wenn der Lüfter beim Abstellen des Motors nachläuft und während der Fahrt am erhöhten Spritverbrauch. Wenn du beim Auslesen der Sensoren bemerkst dass die aktive im Mittel unter 500 km liegt, ist der DPF garantiert mit zu viel Asche beladen.

    Das ist soweit richtig. Die Tester von Bosch, Delphi, usw. kommen nicht in alle Steuergeräte rein. Man kann sich einen Dongle besorgen und eine kostenlose OBD App herunterladen, aber damit ist noch weniger möglich.

    Aber selbst mit dem Original beim FOH ist nicht sicher ob etwas gefunden wird, denn nicht immer werden solch sporadische Fehler erkannt... und noch seltener gespeichert. Oftmals führen sie auch auf die falsche Fährte, daher sind sie mit Vorsicht zu genießen.