Kupplung Druckpunkt ändert sich in Kurve

  • Hallo Zusammen,


    ich habe mal folgendes Problem: Mein Wagen hat den 1.5 mit 165PS und manuellem Getriebe. Runter hat er jetzt ca. 17.000 km.


    Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass sich der Druckpunkt der Kupplung in einer Rechtskurve ändert:
    Wenn ich im dritten oder zweiten Gang durch eine lange Rechtskurve (zb. Autobahnauffahrt) fahre, und dann am Ende der Kurve in den nächsten Gang schalten möchte,
    dann habe ich fast das Gefühl, dass ich ins Leere trete. Und auch das "Kommen lassen" der Kupplung fühlt sich sehr merkwürdig an - sehr weich und irgendwie ruckelig.
    Wenn ich dann so 50m - 100m fahre, dann geht wieder alles normal - Druckpunkt da wo er immer ist.


    Auch in der Stadt kommt das bei manchen Kurven vor, dass ich im Zweiten rum fahre und am Ausgang der Kurve will ich in den Dritten und das Pedal ist sehr weich.


    Habt ihr ne Idee, was das sein kann? Kann da irgendwo zu wenig Öl drin sein, dass sich dann in der Kurve etwas zur Seite schiebt und dann erst wieder zurückkommt?


    Meiner ist EZ 07/17 - also nix mehr mit Garantie und ich hab gebraucht gekauft am 07/19 und das auch nur mit Gewährleistung glaub ich.
    Aber bei der Laufleistung dürfte ja eigentlich noch nix großes sein bzw. hab ich nicht wirklich Lust was zu bezahlen, bei den wenig Kilometern.


    Danke euch schon mal im Voraus

  • nein da kann nicht zu wenig öl drinne sein, weil da übrhaupt kein öl drinne ist. da ist bremsflüssigkeit drinne. guck mal ob dein behälter korrekt bis zur markierung voll ist. ist er das dann solltest mal in die werkstatt, entweder die kupplung muss mal entlüftet werden oder der kupplungsgeber- oder kupplungsnehmerzylinder hat ne macke.

  • vielleicht das sich die ganze Kurbelwelle beim Kurvenfahren hin und her bewegt. Axiallager im Eimer oder so was in der Art, dabei stimmt der Druck auf die Kupplung nicht mehr. Das wäre aber sehr zeitig ein verdammt schwerer Schaden.


    EDIT: Kupplungspedal wird nur weich, fällt aber nicht von alleine in den Boden? Ich habe zwar gestern von einem sehr katastrophalem Szenario geschrieben, aber das es nur beim Schalten in der Kurve ist, kann sich ja nur was bewegen. Luft im System würde das auch in die andere Richtung beeinflussen! Ich würde jetzt erst einmal eine Werkstatt aufsuchen, denen erklären was und wann das passiert und eventuell auch auf die Möglichkeit der Kurbelwelle anstupsen. Sehen könnte man das vielleicht auch, während der Probefahrt, an der Kurbelwelle auf der Zahnriemenseite mit einer Actioncam.

    Zafira C Tourer Innovation 1.6 DI Turbo / 6-Stufen-Automatikgetriebe / D16SHJ
    Insignia B ST Dynamic 2.0 DI Turbo / 8-Stufen-Automatikgetriebe / 4x4 / B20NFT

    Einmal editiert, zuletzt von Mc Kancy ()

  • Thema Gewährleistung:
    Nach meinen Informationen und wenn du das Auto bei einem Händler gekauft hast, geht man im ersten halben Jahr (trifft ja bei dir zu) davon aus, dass der Schaden schon beim Kauf vorhanden war. Somit sollte es keine Probleme mit der Reparatur geben. Du bist dann abgesichert.

    Insignia B Country Tourer

    2,0 L Diesel, 170 PS, Handschalter, 4x4, BJ 2018 :thumbsup:

  • So mal ein Update zum Thema:
    War Anfang Januar beim FOH und der hat eine ausgiebige Probefahrt (27km) gemacht und meinte, er kann nichts feststellen.
    Ich sollte die Sache mal beobachten - so alla: Vielleicht liegt es ja an der Temperatur ...


    Nachdem ich jetzt zwei Wochen sehr aufmerksam gefahren bin, konnte ich eine Kurve in der Nähe vom FOH ausmachen, in der ich die Sache immer wiederholen konnte:
    Mit 30 km/h im 2. Gang relativ zügig in die Kurve - kein Pedal betätigt, außer vllt. Gas oder Bremse. Dann direkt nach der Kurve auf die Kupplung.
    Druckpunkt sehr weich. Bei gehaltener Kupplung angehalten und den 1. Gang eingelegt. Beim Anfahren ist der Schleifpunkt wesentlich tiefer, als normal.
    Normal kann ich das Pedal locker 40% des Weges kommen lassen, eh mal was losgeht. Nach der Kurve passiert schon in den ersten 20% was.


    Heute wieder zum FOH hin; Fall mal wieder geschildert und dann mit einem weiteren Mitarbeiter (wir waren dann also zu Dritt) auf Probefahrt in die besagte Kurve.
    Der Meister, der es erste Mal gefahren war, saß hinten und machte die ganze Zeit schon so merkwürdige Aussagen, wie: ja genau da musst du jetzt durch die Kurve rasen ...
    Da kommt man sich als Kunde schon mal deutlich verarscht vor. Na und es musste kommen, wie es kam: der Meister, der gefahren ist, hat natürlich nichts gemerkt. Ich dann nochmal mit den beiden um die Kurve und sofort war es wieder der Fall.


    Auf dem Rückweg, meinten die beiden dann, dass der Wagen ja jetzt eh schon 2,5 Jahre alt ist, deswegen eh keine Werksgarantie mehr ist und dann würde es eh teuer werden. Hab dann gemeint, dass ich das bei 18 Tkm nicht akzeptiere; bei 100 Tkm könnte ich mir das eingehen lassen, aber nicht so.


    Sichtlich genervt meinte dann der Werkstattmeister, dass sie das Spiel der Kurbelwelle messen können. Aussage: Dauert max. ne halbe Stunde, ist dann nicht ganz so teuer fürs erste. Ich hab dann eingewilligt und den Auftrag dafür erteilt.


    Als ich dann nach der Arbeit mein Auto geholt habe, war der Meister irgendwie merkwürdig kleinlaut. Er meinte, dass sie gemessen haben und das nun an Opel geschickt haben. Erst auf meine Nachfrage, wie viel Spiel sie denn hat, hat er gesagt, dass es 1mm ist. Und auf meine Frage, ob das viel oder wenig ist, meinte er, das ist nix.


    Frage, die sich mir jetzt stellt: Wieviel Spiel darf so eine Kurbelwelle haben? Und warum haben sie es direkt an Opel geschickt, wenn es nichts weiter ist? Und bezahlen musste ich auch nichts - auch sehr merkwürdig.


    Ich soll jetzt warten, bis die bzw. Opel sich meldet - also: stay tuned

  • 1mm ? das wäre schon eine ordentliche hausnummer 8o
    18 000 km hat der motor erst weg ? tja was soll man dann dazu sagen ? wenn das jetzt schon 1 mm ist, was wird dann bei 60-80-100 000 sein ? tja ich würd sagen schrott das motörchen. du kannst glück haben und der 1mm bleibt lange stabil bevor da mehr ausschlägt. da stirbt aber die hoffnung zuletzt.


    und wenn du dich wunderst wieso die beim foh nach der messung so still waren. na rate mal wieso ? du kannst davon ausgehen das dein motor nicht der einzigste ist. du bist nur vielleicht der erste der das bemerkt hat. wenn ich das jetzt mal weiterspinne wird da viel schrott auf der straße rumfahren. und dieser foh möchte nicht der erste sein der opel da eine böse überraschung präsentiert. es würde mich nicht wundern wenn man das auf ganz kleiner flamme kocht. vielleicht springt da auch ohne probleme ein neuer motor raus. oder es wird sich mal so richtig schön doof gestellt und gesagt das alles im grünen bereich ist. würd mich auch wieder nicht wundern. ein motor ist ein, sollte ein präzisionsteil sein. 1 mm wäre da schon ganz schön viel für einen gerade so eingefahrenen motor.


    oh das wird interessant...

  • vielleicht das sich die ganze Kurbelwelle beim Kurvenfahren hin und her bewegt. Axiallager im Eimer oder so was in der Art, dabei stimmt der Druck auf die Kupplung nicht mehr. Das wäre aber sehr zeitig ein verdammt schwerer Schaden.

    na da lag ich doch mit meiner Diagnose gar nicht so schlecht.

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  • So... Opel hat sich gemeldet. Diagnose Motorschaden!


    Da mein örtlicher FOH nicht der Verkäufer war, musste ich mich an meinen eigentlichen Händler wenden, da noch Gewährleistung drauf ist.
    Der ist zwar knapp 2,5h von mir entfernt, hat sich aber den Fall angesehen und führt die Reparatur durch. Opel zahlt wohl irgendwas mit 60% aus Kulanz und den Rest macht das Autohaus.
    Übernächste Woche bring ich ihn dann hin und bekomme kostenfrei ein Leihauto. Geschätzt wird, dass es 2 Wochen dauert, da der Händler den Gewährleistungsantrag bei Opel nochmal einreichen muss - alles vernetzt und online, aber die Bürokratie wird nicht weniger ;-)


    Mir egal, hauptsache ich komm ohne Kosten aus der Sache raus und mein Wägelchen ist wieder in Ordnung ;-)

  • Guten Tag,


    Wollte einmal erfragen ob der Motortausch / Reparatur tatsächlich dein Problem behoben hat ?


    Habe einen 1.5T mit 140PS / Schalter und habe auch das Gefühl, das sich das Kupplungspedal manchmal weicher anfühlt. Auto hab ich im April mit 3800km gekauft / hat jetzt ca. 8500km. Seit ich deinen Beitrag hier gelesen habe bin ich natürlich entsprechend nervös. Kann es aber selber bei zügigen Kurvenfahrten nicht jedesmal reproduzieren. Manchmal irgendwie ja. Manchmal nein. Mein Problem ist, dass ich sehr viel grübele (wollte es ein paar mal schon hinnehmen / geht aber nicht wirklich / meine Frau sagt sie hat noch nie etwas bemerkt / ob es immer nach einer Kurve ist, wenn ich meine es zu merken kann ich auch nicht 100pro sagen). In welchem Ausmaß du es hattest und es bei mir im Vergleich ist, ist natürlich auch ein anderes Thema. Hab jetzt auf jedenfall auch einen Termin gemacht und werde die Sachen hier aus dem Beitrag ansprechen. Auto ist im dritten Jahr der Garantie (Garantieverlängerung). Werde mir schriftlich geben lassen das ich da war, auch wenn sie sagen es ist nichts. Hab Angst das es natürlich nach der Garantie erst richtig anfängt.


    PS: Schaltvorgang selber ohne Probleme / Gänge gehen leicht rein / keine Geräusche


    Danke euch


    Randy Watson

  • nein da kann nicht zu wenig öl drinne sein, weil da übrhaupt kein öl drinne ist.

    Mir ist so als wäre Bremsflüssigkeit auch ein Öl, nämlich Hydrauliköl

    vielleicht das sich die ganze Kurbelwelle beim Kurvenfahren hin und her bewegt. Axiallager im Eimer oder so was in der Art, dabei stimmt der Druck auf die Kupplung nicht mehr. Das wäre aber sehr zeitig ein verdammt schwerer Schaden.

    Du meinst die Kurbelwelle samt Schwungrad bewegt sich im Motor hin und her? Dadurch hat die Kupplung einen längeren Weg?
    Das ist ja vertrauenserweckend wenn die bei einem mm von etwas reden. Ich dache da ging es um Zehntel oder Hundertstel mm.

    Insignia GSI Exclusive, 154 kW CDTI, Bj. 2019, schwarz, high gloss

  • Du meinst die Kurbelwelle samt Schwungrad bewegt sich im Motor hin und her? Dadurch hat die Kupplung einen längeren Weg?

    ist schon vor gekommen, es gibt sie die Axial-Lagerschäden, wenn auch selten.

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  • Mir ist so

    da ist dir falsch, da solltest dich noch mal bilden ;)


    machen wir es doch wie in der schule und machen einen chemikalischen test...


    du nimmst mal ein hydrauliköl und versuchst dieses mal mit wasser zu mischen.


    dann nimmst du die selbe menge an bremsflüssigkeit und versuchst diese mal mit wasser zu mischen. dann kennst du den unterschied...


    das ergebnis kann ich dir jetzt schon sagen. hydrauliköl kannst du nicht mit wasser mischen, bremsflüssigkeit schon.
    bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, hydrauliköl nicht.

  • Hi,


    ja, der Motortausch hat das Problem gelöst. Der Werkstattmeister hat mir damals dann den "gestripten" Motor gezeigt und er konnte die Kurbelwelle fast nen halben Zentimeter hin und her bewegen. Es war erschreckend, wie viel Spiel da drin war. Erstaunlich, dass der Motor überhaupt noch ging ;-)


    Kleine Anekdote dazu:
    Ca. ein Monat nach dem Motortausch wollte ich beim Anfahren vom Ersten in den Zweiten Gang schalten. Beim Kupplungtreten machte es "Knack" und das Kupplungspedal ging ins Leere. Kein Schalten mehr möglich. Also in die nächste Werkstatt abschleppen lassen und die haben dann festgestellt, dass die Hydraulikleitung aus dem Kupplungsgehäuse rausgerutscht ist. Die wird beim Zusammenbau eingeschoben und dann von Innen mit Clips gesichert. Da war einer abgebrochen. Vermutlich beim Einbau passiert. Der andere hat dann den knappen Monat durchgehalten. War dann nochmal ne Reparatur von 1200 EUR für das Autohaus, wo ich den Wagen gekauft hab. Ich glaub, die haben daran nicht mehr viel verdient ;-)


    Seit dem ist aber alles gut und er fährt super.


    @ Randy: Die sollen mal das Spiel der Kurbelwelle prüfen. Das Autohaus, bei dem ich damals war, hat das recht simpel mit ner Brechstange gemacht. Einfach angesetzt und gehebelt. Und dann mit ner Messuhr den Wert ermittelt. Für ne ungefähre Messung reicht es.