Als mein Diesel-Schiff letzte Woche in der Werkstatt war, hatte ich als Leihwagen einen neuen Corsa und der hatte eine extrem leichtgängige Kupplung. Mein Diesel-Schiff hingegen hat im Vergleich eine Kupplung die sehr viel höhere Pedalkräfte benötigt.
Nach deiner These ist die Corsa Kupplung also bald fällig und die von meinem Insignia hält noch ewig!
Ist diese Schlussfolgerung korrekt?
Nicht unbedingt. Du hast auch meine These falsch interpretiert.
Die Höhe der Pedalkraft lässt nicht auf den Verschleißzustand der Kupplung schließen.
Die Pedalkraft ist Abhängig von der benötigten Kraft, die Druckplatte von der Scheibe abzuheben und der hydraulischen Übersetzung zwischen Geber/ Nehmerzylinder.
Normalerweise wird sie so gewählt, dass jeder Mensch es schafft, die Kupplung komplett zu lösen und kann aber trotzdem von Fahrzeug zu Fahrzeug und sogar von Motor zu Motor unterschiedlich sein. Ein Vergleich ist da praktisch sinnlos.
Ist aber, wie in z.b. meinem Fall, nach der Reparatur eine höhere Pedalkraft festzustellen, so kann man darauf schließen, dass man mehr Kraft benötigt, die Druckplatte von der Scheibe zu trennen, also folglich eine Druckplatte mit erhöhter Anpresstkraft eingebaut wurde. Was wiederum die Theorie der ab Werk zu schwach ausgelegten und jetzt im Ersatzteil verstärkten Kupplung bestätigt. Ob das tatsächlich auch so ist, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich glaub schon, dass ich mich auf meinen Kupplungsfuß verlassen kann...