Leichtes Vibrieren im Lenkrad im Stand.
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Rein subjektiv sind bei meinem die Vibrationen seit dem Overfill etwas geringer geworden. Sie waren und sind jedoch nicht immer vorhanden und stets gleich intensiv, was im Grunde nicht für einen mechanischen Ursprung spricht, es kann also purer Zufall sein, dass es momentan besser ist.
Ohnehin haben sie zumindest etwas mit den Fahrhilfen zu tun, genauer gesagt mit dem Zusammenspiel Elektronik/Bremse/Motor-/Getriebesteuerung, denn trete ich z.B. an einer Ampel stehend stärker als nötig aufs Bremspedal, hört es zuweilen auf.
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Moin!
Ich hatte ein sehr ähnliches Problem mit leichtem Vibrieren im Lenkrad im Stand. Bei mir lag es letztlich an einer schwachen bzw. quasi toten Batterie. Bevor ich sie ausgetauscht habe, konnte ich immer wieder beobachten, dass der Motor versucht hat, die Batterie nachzuladen.
Bei meinem Diesel war es dabei aber nicht so, dass die Leerlaufdrehzahl sichtbar angehoben wurde, sondern der Motor einfach mehr Last bekommen hat – bei gleicher Drehzahl. Genau diese zusätzliche Last hat dann die Vibrationen im Lenkrad verursacht.
Vielleicht könnt ihr das bei euch mal beobachten: Im Multi-Display lässt sich ja die Spannungsanzeige einblenden. Wenn man sieht, dass die Spannung schwankt bzw. das System immer wieder nachlädt, könnte das ein Hinweis auf eine schwache Batterie sein.
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Ein frühzeitiger Batterietod nach 4...6 Jahren ist zwar eine maue Leistung, kommt aber je nach Konstellation durchaus vor.
Ehe ich ihn kaufte, stand mein Insi bestimmt zwei Monate ungenutzt beim Händler herum, was durchaus nicht lebensverlängernd auf den Akku wirkt. Von Opels hört man davon öfter als z.B. von BMWs, das liegt aber teils nicht nur an der Qualität der verbauten Akkus, sondern zuweilen auch an ungünstigen Fahrprofilen wie viel Kurzstrecke. Die Masse an Steuergeräten und Verbrauchern wie Sitz- und Lenkradheizung machen es zudem nicht besser.
Guter Gesundheit erfreut sich meiner bestimmt nicht mehr, trotz sporadischem, externen Zwischenladens im Winter.
Und wo du es gerade sagst, meist vibriert es bei mir wenn der Motor relativ frisch gestartet wurde, weniger jedoch auf Langstrecke.
Evtl. ist es auch ein Zusammenspiel aus etwas unförmigem Keilrippenriemen oder nicht so dolle funktionierender Spannrolle in Verbindung mit hoher Last auf der LiMa aufgrund niedrigem Batterieladestand.
Weißt du noch wie hoch die Bordspannung war ehe deine Batterie starb?
Bzw. wie hoch sie jetzt mit der neuen ist?
Es wäre einen Versuch wert abermals öfter extern zu laden, um zu überprüfen, ob sich der Umstand dann bessert.
Witzig wäre allerdings wirklich wenn es rein an der Batterie liegen würde, also an einer schlicht zu niedrigen Restkapazität. Man könnte dies mehr als Feature betrachten denn als Bug, wobei das Vibrieren schon teils äußerst nervig ist. Von daher wäre es mir die Sache wert, und es gäbe trotz keinerlei anderweitigen Problemen eine neue. So teuer ist sie zum Glück nicht und eingebaut ist sie auch recht fix.
Wir hatten das Thema Ladung bisweilen schon an anderer Stelle hier im Forum. Es ist erschreckend wie lange es teils braucht selbst auf Langstrecke die Batterie randvoll zu bekommen. Je nach direkten Verbrauchern (Navi, Musik, Licht, Heizung) und indirekten wie Fahrassistenzsystemen, reichen nicht einmal 300 km Non-Stop-Fahrt aus, je nachdem wie fit sie beim Start war. Gerade die Diesel benötigen einen hohen Startstrom, was nicht unterschätzt werden sollte.
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Bei mir war die Bordspannung vor dem Tausch tatsächlich ziemlich niedrig – oft unter 12 V, teilweise so um die 11,8–11,9 V, allerdings natürlich nur vor dem Start gemessen. Das Ganze war im Winter hier oben im Norden, also mit längeren Phasen unter 0 °C. Und genau das ist halt Gift für die Batterie, weil das Batteriemanagement bei sehr niedrigen Temperaturen die Batterie gar nicht mehr richtig lädt. Das konnte ich ganz gut über OBD mit Live-Daten nachvollziehen.
Was bei mir noch dazukommt: Ich fahre unter der Woche praktisch gar nicht, sondern pendle am Wochenende – dann zwar längere Strecken, aber das Auto steht halt oft mehrere Tage am Stück. Also keine klassische Kurzstrecke, aber trotzdem viel Standzeit, was unterm Strich ähnlich ungünstig ist.
Im Winter läuft bei mir auch oft das elektrische Zuheizersystem („Quickheat“) mit – das zieht rund 1 kW. Bei 12 V Bordnetz sind das nach P = U × I grob über 80 A Stromaufnahme. Wenn man dann noch Front- und Heckscheibenheizung, Spiegelheizung, Sitz- und Lenkradheizung sowie Handyladen dazurechnet, bleibt von der Generatorleistung (bei mir 170 A) nicht mehr viel übrig, um die Batterie überhaupt zu laden.
Man sieht das auch schön an der Ladespannung – die ging bei mir teilweise bis auf ~14,9 V hoch, was ja schon das Maximum ist, was das System rausgibt. Trotzdem wurde die Batterie effektiv kaum „voll“.
Nach dem Batterietausch war das Thema dann komplett weg: kein Ruckeln/Vibrieren mehr im Stand. Die Bordspannung ist jetzt deutlich stabiler und liegt nach kurzer Zeit bei etwa 12,4 V. Laut Werkstatthandbuch ist das ja genau der Bereich, in dem die Batterie als voll gilt und vom System quasi entkoppelt wird. Das erreiche ich inzwischen teilweise schon wenige Minuten nach dem Kaltstart.
Von daher würde ich das Thema Batterie bei dir echt nicht unterschätzen – das passt von den Symptomen her ziemlich gut.
Klar kann es bei dir am Ende auch eine andere Ursache haben (Riemen, Spannrolle etc.), aber das ist zumindest meine Erfahrung mit genau diesem Fehlerbild. Und das soll auch keine pauschale Batterietausch-Empfehlung sein: Ich habe meine alte Batterie vor dem Tausch ebenfalls einmal mit so einem einfachen Lastwiederstand (20-Euro-China-Teil) geprüft, und da kam schon raus, dass sie deutlich nachgelassen hat bzw. „durch“ war.
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Dann müsste ich mal wirklich bei mir mit dem Multimeter mal messen. Aber kann das dann auch das dauerhafte Vibrieren verursachen ? 🤔
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Ich würde da jetzt keinen Schnellschuss machen.
Beobachte das erstmal ein bisschen gezielt, lad die Batterie ggf. mal extern voll und schau dann, wie er sich nach dem Start und im Stand verhält. Parallel kannst du die Batterie ja mal selbst mit dem Multimeter messen oder auch messen lassen via Lastwiederstand.
Wenn die Batterie noch in Ordnung ist bzw. nicht wirklich am Ende, dann wird die Ursache ziemlich sicher woanders liegen.
Ich wünsche eine erfolgreiche Diagnose und viel Glück. -
Ja das stimmt allerdings und ist auch kein günstiger spaß 😅 ich werde dann erstmal messen und ggf. Mal aufladen. Desweiteren hab ich schon Mal das Auto genauer unter die Lupe genommen und mir das Motorlager angeschaut allerdings soweit alles in Ordnung. Wenn jetzt allerdings auch die Batterie i.o ist werde ich mir mal das Motorlager trotzdem bestellen und das alte ausbauen und einen Direktvergleich starten
