Turbolader defekt, Kat gleich mit erneuern?

  • Ich würde dir in deinem Falls empfehlen mal die Korrekturwerte aller Injektoren zu Überprüfen. Bei der Laufleistung und dem Nageln was du gemeint hast kann es durchaus sinn machen die Injektoren zu Reparieren oder zu erneuern. Der Korrekturwert sollte unter 0,5 Sein ( falls dein Programm dir das anzeigt meiner zeigt mir keine Korrekturwerte an). falls es mehr ist kann es zu diesen Unrunden Lauf und dem Nageln führen. Du kannst auch probieren mal den Injektorenreiniger von Liqui Moly zu benutzen in Kombination mit Ultimate Diesel.


    Ein DPF der sich schnell füllt kann auch ein Problem sein von Luft/Kraftstoffgemischt. Wie hoch ist denn dein Verbrauch ? Bei mir Habe ich bei 150.000 KM Laufleistung auch die Ansaugbrücke gereinigt inkl. des AGR Ventils und Drosselklappe. Da sammelt sich mit der Zeit und vorallem bei viel Kurzstrecke viel Dreck an.


    Der OBD Stecker Zieht kein Strom wenn dein Auto aus ist.


    Das Load zeichen was du meinst bezieht sich auf die Motorlast bei dir.

  • Hallo zusammen,


    was inzwischen passiert ist :) :


    Der Lader wurde getauscht (rund 2'800 Euro mit allem und Steuer), auf dem Gehäuse steht auch wieder Garrett, laut FOH sind das aber alles überholte - jedenfalls ist das Pfeifen weg und ich finde er läuft wieder wie er soll.


    Ich habe inzwischen auch eine Tankfüllung Aral Ultimate mit LM "Diesel System Reiniger" (33 Euro der halbe Liter) verfahren und werde das auch noch eine zweite Füllung machen. Auch dabei habe ich mit der OPL-App die Beladung des DPF protokolliert, siehe Anhang (x = Kilometer / y = Beladung DPF). Nochmal: DIe gelben Kurven sind von einer 500 Km Autobahnstrecke vor dem Ladertausch und mit B7, Regeneration jeweils nach rund 200 km. Grün jetzt mit Ultimate gemischte Strecken (Autobahn, Landstraße, Arbeitsweg 40 km...) und Regeneration nach fast 400 bzw. fast 600 km! Ist die Frage, wieviel Effekt das Ultimate hat und welche Ursache in den gefahrenen Strecken liegt. Meine Beobachtung ist, daß bei Stadtverkehr und Landstraße zwischen den Regenerationen es öfters zu einer Beladungsreduktion kommt als auf der gleitend/entspannt gefahrenen Autobahn mit geringer Leistungsanforderung bzw. Beschleunigung aus dem Stand. Laut App habe ich eine mittlere Fahrstrecke zwischen den Regenerationen von ca. 350 km, da liege ich jetzt deutlich drüber.


    Man ist sicherlich nur schlecht frei von einer subjektiven Note, aber ich meine eindeutig feststellen zu können, daß der Motorlauf mit dem Ultimate wesentlich ruhiger ist. Kaum nageln/klackern der Einspritzung, einfach ein runderer Motorlauf. Leistungsunterschied kann ich nicht feststellen/beurteilen. Verbrauch habe ich nicht so beachtet, bin nicht "Hypermiling" gefahren... :saint:. Mein Durchschnittsverbrauch liegt über 300' km bei 6,4 l/100 km, laut Anzeige immer was zwischen 5,2 und 7 wenn's schnell gehen muß. Wenn es bzgl. Ruß aus dem Ultimate noch einen Unterschied bei den Reg.-zyklen gibt, wäre es echt eine Überlegung, dabei zu bleiben. Auch die Regeneration heute früh lief weniger ruppig ab. Ich beobachte das weiter und werde auch mal wieder einen Vergleich mit normalem B7 machen.


    Ach ja, nochmal zur Regeneration heute: Raus aus der Garage mit 571 km seit Regeneration und 81% Beladung kam nach 20m die Anzeige "weiterfahren, DPF wird gereingt" (oder so). die OPL-App zeigte aber noch nicht das rote Feld mit "warm-up" oder "Regeneration läuft". Das kam erst 6 km später - wahrscheinlich muß der Motor erst warm werden... und da war die Beladung dann plötzlich bei 110%. Jetzt steht er frisch regeneriert mit 3% vor'm Büro. Ich liebe Statistiken und Diagramme :love: .


    Und noch was zum iCarsoft-Gerät: Damit habe ich mich noch nicht so intensiv auseinandergesetzt, jedenfalls identifiziert es meinen Insignia als Grandland, also muß ich da das Fahrzeug manuell wählen - Naja! Muß mal noch rausfinden, ob das die Korrekturwerte anzeigen kann, bisher hat sich an der Abweichung der Einspritzdauer noch nichts erkennbar geändert durch den LM-Reiniger. Wie gesagt: Mußmaßlich durch das Ultimate läuft er besser!


    Gruß

    Bernhard

  • Regeneration erfordert eine Mindesttemperatur vom Motor, da sonst die benötigte Abgastemperatur von >600°C nicht erreicht werden kann um den Ruß zu Asche verbrennen zu können. Je nach Faktoren (wie primär Außentemperatur), dauert es 5...15 km bis die Regeneration anläuft.

    Daher bricht sie auf Kurzstrecken auch öfter ab und man wird per Meldung im Display dazu aufgefordert nun endlich mal weiter zu fahren, weil sie bis dato (meist 2x) mehrmals unterbrochen wurde.


    Rußentwicklung ist nicht immer gleich, sie schwankt je nach Temperatur, Gasstellung (Einspritzmenge) und Last.

    Grob gesagt:

    Motor kalt -> sehr viel Ruß (insbesondere direkt beim Start)

    Wenig Gas + wenig Last -> sehr wenig Ruß

    Wenig Gas + hohe Last -> mehr Ruß (Anfahren an Ampeln, Ziehen von Anhängern)

    Viel Gas + viel Last -> sehr viel Ruß (Vmax auf Autobahn, ständig "Pedal to the metal" ohne Rücksicht auf Material und Spritverbrauch)

    Viel Gas und wenig Last -> relativ wenig Ruß (zügiges Cruisen auf Bundesstraße oder BAB)


    Optimal für eine möglichst langsame Beladung des DPF ist wenig Gas bei wenig Last, aber gleichzeitig moderat erhöhten Drehzahlen um ca. 2000 U/min. herum. Hier liegt der Bereich vom maximalen Drehmoment und damit dem niedrigsten spezifischen Spritverbrauch (relativ, nicht nominal), also maximal möglich effektiver Verbrennung.

    Relativiert wird dies nur noch durch Einsetzen des AGRs, welches je nachdem öffnet bzw. schließt, ergo entscheidet ob das Abgas direkt in den DPF geleitet oder abermals durch die Brennräume geschleust wird.

    Etwas anders verhält es sich beim Regenerieren. Hier braucht es mehr Temperatur und somit mehr Einspritzmenge und daraus resultierend mehr Leistung. Um den Prozess möglichst rasch und effizient abzuschließen, braucht es Drehzahlen zwischen max. Drehmoment und max. Leistung mit entsprechender Gaspedalstellung. Optimalerweise BAB bei Halbgas mit gleichbleibender Geschwindigkeit bei oder oberhalb Richtgeschwindigkeit um konstant hohe Verbrennungstemperaturen beizubehalten.


    Dass dies alles relativ Usus ist, muss klar sein, denn der allgemeine Verkehr lässt den Optimalfall so gut wie nie zu, von daher ist es graue Theorie. Insbesondere was die Regeneration selbst betrifft, weil sie nicht händisch (außer mit dem Tester) ausgelöst werden kann. Dass man solch Triebwerke kalt behutsam behandeln und warm auch mal richtig Zunder geben sollte, ist eine logische Folge der eingesetzten Technik.

    Wer hirnlos den Motor im Winter weckt und ihn postwendend einen 2 km langen und steilen Berg hochjagt, der braucht sich selbst bei völlig intaktem Motor nebst Nebenaggregaten nicht über Regenerationsintervalle <200 km wundern, denn in solch Fällen sitzt das eigentliche Problem zweifelsfrei direkt hinter dem Lenkrad.