Beiträge von ackerpower

    Einerseits gebe ich dir recht, andererseits hat der Hersteller vielleicht andere Zielvorgaben im Kopf (nämlich Reibungsoptimierung, Verbrauchssenkung, CO2-Reduzierung, koste es was es wolle) als wir Kunden/Nutzer wie z.B. Dauerhaltbarkeit/Ölverbrauch.


    Problem: Ohne aussagefähige Tests ist es schier unmöglich, seriös vorherzusagen wie viel Spielraum das Material hergibt, um beim Motoröl abzuweichen, selbst wenn es nur geringfügig ist. Ich will niemandem seine Erfahrungswerte absprechen und speziell OpelInsis Erklärung (unterjähriges, saisonales Wechseln passend zu den zu erwartenden Temperaturfenstern) erscheint mir zumindest technisch plausibel.


    Wer das nicht will, muss sich einfach auf die Herstellervorgabe verlassen und in der vorgegebenen Spezifikation das qualitativ möglichst hochwertigste Öl verwenden.

    Ich denke, OpelInsi hat in seinem Beitrag weiter oben (RE: Welches öl) eigentlich schon alles gesagt. Wir drehen uns letztlich im Kreis: Das Forum kann euch weder die Entscheidung und noch viel weniger die Verantwortung für euer Handeln abnehmen. Ihr könnt nur das für und wieder sorgfältig abwägen und entscheiden, was euch technisch sinnvoller erscheint und welche Risiken ihr bereit seid zu tragen.

    Wer aus Gewährleistungs- oder Kulanzgründen dem Hersteller oder einem Garantiegeber gegenüber auf Nummer sicher gehen will (oder Angst hat, dass ein potenzieller späterer Schaden möglicherweise doch auf eine von den Herstellervorgaben abweichende Ölentscheidung zurückzuführen ist), der bleibt bei dem Öl, was die Betriebsanleitung (oder eine später herstellerseitig erfolgte Empfehlung/Freigabe) aussagt.

    Wem unsichere Kulanzleistungen des Herstellers nach Ablauf der Werks- oder Anschlussgarantie egal sind und sicher ist, dass er weiß was er tut (also auch sorgfältig zu unterscheiden weiß, was ein reißerisch und schlampig recherchiertes von einem aussagekräftigen, faktengestützten YouTube-Video unterscheidet) und bereit ist, im schlimmsten Fall das Risiko eines ungeklärten Motorschadens einzugehen (letztlich wird es ohne detaillierte Analysen/Gutachten schwer bis unmöglich sein herauszufinden, was nun wirklich im Detail der Auslöser für einen Schaden war), der kann auf eigene Faust umölen.

    Um eine sichere Aussage zu treffen, müsste man wie in der Medizin evidenzbasierte, randomisierte vielleicht sogar Doppelblindstudien mit mehreren Exemplaren eines jeden Insignia-Motortyps durchführen, um auf einem Prüfstand den Motor z.B. 50-100 tkm lang den Einsatz unterschiedlicher Öle zu simulieren und am Ende eine intensive Bauteilanalyse sowie chemische Analyse des Motoröls durchführen. Aber wer soll das leisten? Das Auto wird nicht mehr gebaut, die Stückzahlen sind relativ gering, es existiert also keine marktwirtschaftlich interessante Zielgruppe.

    Kann sein, dass mancher Opel-Händler den Auftrag aus Haftungsgründen verweigert. Wurde der Schaden von einem Sachverständigen begutachtet? Welche Maßnahmen waren zur fachgerechten Instandsetzung notwendig? Wurde die fachgemäße Behebung der Schäden in Eigenleistung von einem Gutachter bestätigt?


    Als Werkstatt wäre ich zumindest zurückhaltend, wenn jemand mit einem Unfallwagen auf den Hof kommt und mir sagt: „Den Frontschaden habe ich schon selbst repariert, bitte baue mir nur schnell zwei neue Airbags ein.“ Ich weiß ja gar nicht, was alles dran war und schon gemacht wurde und vor allem wie. Wenn das Fahrzeug von einem benachbarten Karrosseriefachbetrieb kommt und dieser sagt: „Wir haben a), b), c) und d) gemacht, aber wir können/dürfen Airbag nicht.“, dann ist es etwas anderes.

    Hinterher soll der Opel-Händler für etwas unentdeckt gebliebenes haften, weil er zuletzt am Airbag dran war. Und bloß weil der Tester vielleicht keinen Fehler auswirft, heißt das nicht, dass der Händler dadurch automatisch „aus dem Schneider wäre“. Damit will ich nicht sagen, dass eine Privatreparatur in Eigenleistung niemals die Herstellervorgaben erfüllen kann, aber skeptisch wäre ich dennoch.

    Zündkerzen: Schau mal dort rein -> Link RE: NGK 91970 Laser Iridium oder Beru Z376 Iridium Zündkerze


    Inspektion/Öl: Schau mal dort rein -> Link RE: Was für ein Öl bekommt der GSI Facelift ?


    Ansonsten ist natürlich der genaue km-Stand und das Alter entscheidend, denn manche Teile werden alters-, andere dagegen laufleistungsabhängig getauscht.


    Ob du nun Mann-Filter, Mahle, Hengst, Febi-Teile oder sonstiges verbaust, ist oft eine Glaubensfrage. Manche Marken lassen sich ihren Namen mit wenig oder gar keinem Extranutzen teuer bezahlen, andere Teile können durchaus qualitativ einen Mehrwert bieten, manchmal reicht jedoch auch ein günstiger (nicht mit billig verwechseln) Nachbau eines seriösen Alternativanbieters.


    Manchmal sind die Teile unterschiedlicher Anbieter sogar eigentlich identisch, da sie nicht alle ihren eigenen Filter herstellen. Mit der goldenen Mitte macht man selten etwas falsch. Man muss vielleicht nicht den 40 EUR Luftfilter kaufen, wenn man ihn auch für 20 bekommen kann, aber der für knapp über 10 sollte es vielleicht auch nicht unbedingt sein.


    Wer nämlich zu den billigsten Anbietern greift, geht das Risiko ein, dass die Materialien schlecht verarbeitet sind und Filter z.B. ihre entscheidende Aufgabe nicht erfüllen, also Motor oder Kraftstoffsystem mehr Schmutzpartikel abbekommen als für eine langfristige Funktionstüchtigkeit gut ist. Und wer das Geld hat, dieses Risiko einzugehen, der hat auch das Geld, von Anfang an seriöse Produkte zu kaufen.


    Ansonsten ist es wie bei Reifen/Scheibenwischer/etc.: Der eine schwört auf Marke A, der andere schwärmt für Marke B, während die nächsten 2 User exakt mit diesen Favoriten enorm schlechte Erfahrungen berichten und Marke C vorschlagen.

    1,5 Liter auf 30 tkm - wie meinst du das genau? Als tatsächliche Nachfüllmenge zwischen zwei Ölwechseln oder als Fehlmenge? Wo da der Unterschied sein soll?
    Wenn ich z.B. 0,5 Liter auf 10 tkm verbrauche, würde ich nach 10 tkm 0,5 Liter nachfüllen und nach 20 tkm einen weiteren halben Liter. Bei Erreichen des Ölwechselintervalls bei 30 tkm würden erneut 0,5 Liter fehlen, die ich aber natürlich nicht mehr nachfüllen würde, da ja ohnehin der Ölwechsel ansteht.
    Somit hätte ich eine Fehlmenge von 1,5 Liter Motoröl auf 30 tkm, aber eine tatsächliche Nachfüllmenge von 1,0 Liter. Daher meine Frage, was du mit "1,5 Litern genehmigt" meinst.

    So oder so halte ich aber 0,5 Liter Ölverbrauch auf 10 tkm bei dem dünnen Öl für durchaus vertretbar. Mein Händler meinte schon, dass ich im Vergleich zu vielen anderen Kunden bereits mit den knapp 1,0 Liter je 10 tkm beim ersten Motor im eher "sparsamen" Bereich gelegen hätte. Mit aktuell ca. 0,3 Liter Ölverbrauch bin ich sogar sehr zufrieden. Ich würde fast die Behauptung wagen, dass bei einem Ölwechsel nach spätestens 10 tkm ein Ölverbrauch von theoretisch 0,1-0,2 l eh kaum auffallen würde, als dass man von einem echten "Null-Verbrauch" sprechen könnte.

    Du klammerst in Bezug auf deine durchaus berechtigten VW-Aussagen aber aus, dass nicht jeder so technikaffin ist, wie wir es hier im Forum sind. Was für dich selbstverständlich ist, ist es für viele andere nicht - Kenntnisse zu der Problematik gehören nicht zur Allgemeinbildung (ähnlich wie freiwillig extrem kürzte Ölwechselintervalle NICHT die Norm sein dürften, selbst wenn es technisch betrachtet mittlerweile fast traurige Realität ist). D.h. Aufklärung und Bewusstsein für die Thematik ist bei vielen bei weitem nicht so präsent wie bei uns. Selbst wer die AutoBild nur sporadisch liest, könnte es zwar mal mitbekommen haben, aber 3 Jahre später beim nächsten Autokauf ist das beim Durchschnittskäufer bzw. der -käuferin doch längst wieder vergessen (ähnlich wie das Stichwort "Dieselgate" und anderes). Zumal Verkäufer gerne von wesentlichen Änderungen sprechen, sie sich seitdem ergeben haben, um die Kunden zu beruhigen und was zumindest in kleinen Teilen oft auch stimmt, also nicht komplett gelogen ist. Daher bin ich mit Aussagen zur mentalen/kognitiven Verfassung der Käufer:innen ;) , die man als etwas herablassend fehlinterpretieren könnte (auch wenn du es nicht so meinst), eher zurückhaltend.

    Dein Tipp mit den zwei Ölen ist für mein Fahrprofil wahrscheinlich perfekt geeignet: Ich fahre bis zu 30 tkm/Jahr, manchmal auch knapp darüber. Ich muss das Öl also ohnehin unterjährig wechseln, wenn ich den maximalen Intervall nicht vollständig ausreizen möchte.

    Ich fahre sehr viel Land und Autobahn; Autobahn wegen Limitierung im Nachbarland meist bei Tempo 130 - hier in D nach ca. 15 km Stadt/Land und den ersten 15 km mit max. 110, dann aber auch bis zu 200 km/h (für max. 5-10 Minuten), auf dem Rückweg zum Ausgleich des Durchschnittsverbrauchs nur max. 130 km/h.

    Da könnte ich glatt den Winter-/Sommerölwechsel analog zum saisonbedingten Rädertausch durchführen.

    Hallo Christian,
    so, wie du deine Frage stellst, würde ich meine Antwort aus diesem Beitrag hier: -> (Link) RE: Wieviel et Zubehör Felgen gerne wiederholen.

    Eine Kombination aus Fahrwerk, Spurverbreiterung und Felge ist am Ende eine so heikle Mission, dass es auf die individuelle Bewertung des konkreten Einzelfalls durch einen Fachmann ankommt. Falls hier dennoch jemand einen konkreten Hinweis geben kann, z.B. aufgrund von eigener Erfahrung, würde es mich für dich natürlich freuen.

    Für mich wäre es auch nichts, da ich die Optik der leeren Halterung als eher unästhetisch empfinde (Broditclip, Grundplatte, Halterung, Kabel - das sind mit zu viele verschiedene sichtbare Bauteile).


    Doch ist die hohe Position, nahe am Sichtfeld, ist mit wenig Blickablenkung verbunden und damit positiv zu werten.


    Auch wenn man es auf dem Bild nicht gut sieht, denke ich aber doch, dass noch genug Luft ausströmen kann (ich hätte zumindest noch Lenkradheizung oder würde mir ohne Beifahrer die Düse rechts vom Display zu mir schwenken).


    Ob nun iPhone oder Android spielt keine Rolle mehr, da es solches Zubehör mittlerweile auch für z.B. das Samsung Galaxy S25 gibt.