Japaner (Toyota) nahmen schon immer recht viel Geld bei Ersatzteilen, der etwas günstigere Preis bei der Anschaffung vs. europäischen Marken relativiert sich daher über die Haltedauer, sie konstruieren ihre Fahrzeuge aber auch nicht so kaputt wie z.B. VW & Co.
Südkoreaner (Hyundai, KIA; meist identisch in der Grundkonstruktion der Modelle, also selbe Basis aber andere Optik) haben ihre besten Jahre hinter sich. 2010-2020 waren sie tatsächlich die günstigeren Autos im Vergleich, aber das hat sich geändert, sie stehen europäischen in nichts mehr nach. Solide und standfest waren sie ohnehin eigentlich nie, zumindest nicht in Masse.
Deren Part haben nun die Chinesen übernommen - um das Wort kopieren zu vermeiden - sie sind also momentan wirklich eine Option für Leute, die neue oder ziemlich neuwertige Fahrzeuge kaufen und nach 4...8 Jahren wieder los haben wollen, ohne in eine riesige Kostenfalle zu tappen.
Billig sind sie allerdings auch nicht mehr, da die EU mit ihren Zöllen das Re- bzw. Grauimportmodell von einst ruiniert haben, welches damals insbesondere den Südkoreanern mächtig Aufschwung verlieh.
Schlussendlich ist es mittlerweile echt egal was man kauft, zumal Lokalpatriotismus keinen Faktor mehr darstellt welchen es zu berücksichtigen gilt, weil auch deutsche Hersteller einen Großteil der Fertigung nach China outgesourct haben und die Ersatzteilversorgung teils absolut desolat ist (u.a. auch bei Opel).
Warum dann also nicht gleich das Original kaufen, ergo einen Chinesen?! Ich würde lediglich darauf achten, dass das gewünschte Modell dort auch verbreitet ist, um evtl. schneller und einfacher an benötigte Ersatzteile zu gelangen. Da ein PKW kein Statussymbol mehr ist, zählt die Verfügbarkeit und der Preis von Ersatzteilen viel mehr als die Marke.