Das mag sein, und das schrieb ich soweit ich mich erinnere an anderer Stelle auch bereits.
Das Getriebe kommt von Aisin und wurde mit minimalen Abänderungen über mehrere Jahre in unterschiedliche Fabrikate eingebaut (nicht nur Opel- bzw. Stellantis-Modelle, sondern auch u.a. Volvo und BMW).
Teilweise ist anstatt der kleinen M6-Torx- auch eine M8-Schraube montiert.
Ferner, wie du richtig sagst auch ein längeres bzw. kürzeres Kontrollröhrchen um den Füllstand anzugleichen. Dies trägt ein Gewinde, man kann somit, falls man eine Schraube mit einem Röhrchen anderer Länge geliefert bekommt, ganz einfach gegen das alte, originale tauschen. Es ist nur eingeschraubt, trägt keine Dichtung o.ä.
Je nach Anbieter, die Chinesen sind in der Hinsicht wenig präzise, ist dieses Röhrchen 1,5...fast 5 mm länger bzw. kürzer.
Was jedoch wie gesagt hinsichtlich der Füllmenge kaum etwas ausmacht, wir reden hier über ein paar zig- oder hundert Milliliter hin oder her.
Ich persönlich bin tausende km mit ca. 500 ml Overfill herumgefahren, das interessiert das Getriebe konkret überhaupt nicht.
Man bemerkt die etwas höhere Füllmenge lediglich in der Warmlaufphase marginal, da mehr Masse eine entsprechend längere Zeit beansprucht um entsprechend zu erhitzen.
Das Delta liegt hier bei nicht mal 5°C auf 15 km Fahrtweg unter moderaten Bedingungen und durchschnittlichen mitteleuropäischen Außentemperaturen. Wer es nicht regelmaßig beobachtet, der bemerkt es nicht, und sich darüber Gedanken zu machen ist nerdige Erbsenzählerei.
Teilweise tragen die Getriebe auch unterschiedliche Ventile in der Hydraulikeinheit (Mechatronik/Schaltschiebereinheit) und einen etwas anderen Wandler, weswegen sie nicht ohne weiteres markenübergreifend getauscht werden können. Ein F50 aus einem BMW X1 kann man ergo nicht ernsthaft beim Insi adaptieren, die errechneten Füllmengen sind jedoch oftmals theoretischer Natur, also macht euch ob absolut akkurater Füllmengen keinen allzu großen Kopf, denn das ist Nonsens.
Auch bei einem Motor ist ein dezenter Overfill kein Problem, obwohl hier bei extremerer Menge die Gefahr besteht, dass die Kurbelwangen das Öl schaumig schlagen (Lufteintrag -> Öldruckverlust -> Schmierfilmabriss -> Exitus). Passiert beim Automatikgetriebe nicht so schnell, also keinen Stress, solange man es nicht bodenlos übertreibt.
Das Röhrchen kann aber muss man nicht kürzen. Genauso wie man es tauschen kann oder eben nicht, es spielt keine Rolle. Der Originalität wegen tauscht man es eher, jedoch agiert man hier eher nach persönlichem Gusto um das eigene Gewissen zu beruhigen, weniger aus absoluter technischer Notwendigkeit.
Kurz gesagt: Es ist an sich völlig Wumpe! 😁
Andere hören auf Opel/Stellantis und wechseln das Öl nie. Denen gehört eher ein Scheitel gezogen als Schraubern welche augenscheinlich 500 ml zu viel auffüllen. 😉