Variable Faktoren wie Öl sind stets eine Frage der Erwartungshaltung und somit grundsätzlich immer im gewissen Rahmen von persönlichen Vorlieben abhängig.
Natürlich findet jeder Nutzer ein besseres Öl als der Hersteller, aber eben nur für sich selbst, was jedoch nicht pauschal auf die Masse übertragbar ist.
Wer kostenoptimiert denkt, sein Fahrzeug schonend bewegt und unter 20.000 km p.a. fährt, der wird mit dem Original Öl nicht falsch liegen und den Service ganz normal jährlich machen lassen.
Wer allerdings z.B. seinem Gefährt maximal Gutes tun und es bis zum Joungtimer fahren möchte, der kommt fast nicht umhin von den Werksvorgaben abzuweichen, da sonst die Gefahr des erhöhten Verschleißes besteht, der Motor ergo vorher abnippelt ehe das Auto dieses Alter erreicht.
Ähnliches gilt für Dauerheizer. Da ein 0W20 näher am Einbereichsöl ist als ein 0W40 oder 5W30, somit über ein per se recht begrenztes Einsatzspektrum verfügt, wäre ich da insbesondere im Sommer etwas vorsichtig mit, weil solch Spezialöle eigentlich nur in verhältnismäßig geringen Temperaturfenstern optimal funktionieren.
Die Prämissen der Hersteller sind mittlerweile teils könträr zu jenen der Nutzer, da hat ackerpower zweifelsfrei Recht, denn hier liegt der Fokus mehr auf Flottenverbrauch und weniger auf Haltbarkeit der Mechanik.
Wer richtig tief einsteigt, der probiert regelmäßig verschiedene Öle und lässt jedes mal eingehend analysieren. Für Otto-Normal-Verbraucher ist das overdosed, auch ist es mit viel Zeit- und Kostenaufwand verbunden, wer diese Mühen jedoch nicht scheut, der findet zweifelsfrei das bessere Öl als das vom Hersteller vorgeschriebene.