Beiträge von OpelInsi

    Richtig, es ist kompliziert, undurchsichtig, verschachtelt, teuer und für den Laien kaum mehr händelbar, es sei denn er kniet sich über Tage oder manchmal sogar Wochen total rein.


    Hier mal als Beispiel, damit ihr wisst wo das AGR beim F20DVH sitzt und wie gut man dort ran kommt "um evtl. etwas auszuprobieren oder zu überprüfen". Mit etwas Geschick und Gynäkologenfingern bekommt man höchstens den Stecker abgezogen ohne zuvor andere Bauteile zu demontieren.


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    Um es zu tauschen muss die halbe Ladeluftstrecke raus und ein paar Kühl- und Dieselschläuche sind obendrein im Weg.

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    So sieht die Drosselklappe innen aus wenn man die Federklammern entfernt und den Deckel abnimmt.


    Ein versierter Elektroniker könnte evtl. messen und Defekte finden, mir selbst fehlt leider die Möglichkeit dazu.

    Sofern die Klappe geschlossen zum Hängenbleiben neigt, könnte ein Hineindrehen der Stellschraube u.U. etwas bewirken.


    Wer allerdings Zugang zu einem professionellen Werkstatttester hat, dem würde ich als erstes empfehlen den Fehlerspeicher auslesen zu lassen, die Sensorwerte für relative Ansaugluftmenge zu überprüfen und auch mal den Versuch zu starten die Drosselklappe neu anzulernen.

    Drosselklappe hatte ich zunächst auch endoskopiert, man sieht aber zu wenig um dezidierte Aussagen über Zustand und Funktion zu machen.


    Das Problem ist nervig, nicht zuletzt weil die MKL brennt, ich habe aber bisweilen keine Möglichkeit gefunden ihm angemessen zu begegnen. Beim B/D20DTH ist das AGR in 10 Minuten ausgebaut, das könnt ihr allerdings beim F20DVH vergessen, man kommt nicht ran ohne zuvor diverse Motoraufbauten zu entfernen, es ist wie den Krümmer zu entfernen eine Schrauberaufgabe für Stunden, welche man nicht angeht ohne einen konkreten Defekt zu haben.


    Meiner Vermutung nach handelt es sich entweder um einen Bug in der Motorsoftware, welchem man nur mit einem korrekten Update begegnen könnte, oder einem Defekt beim Poti der Drosselklappe, was jedoch nahezu unmöglich ist zu messen, daher bleibt nur der Austausch auf Verdacht, wobei ein Neuteil selbst im Zubehör fast 500€ kostet. Schnelle, kostengünstige Feldabhilfe ist also nicht möglich, es läuft so lange auf eine Teiletauschorgie hinaus bis Einer kommt und berichtet woran es bei ihm definitiv gelegen hat. Gebrauchte Drosselklappen gibt es ab 50€, hier kauft man sich jedoch ein Überraschungsei ein, bei dem man nicht sicher sein kann was wirklich drin steckt.


    Eine Rückkopplung mit anderen Teilen wie AGR oder MAP-Sensor ist zwar möglich, denn man weiß nicht welche Werte die Motoronic mit anderen Parametern vergleicht, auf Plausibilität prüft, etc., der Fehlercode deutet allerdings explizit auf die Drosselklappe hin.

    Kommt darauf an ob damit die letzte passive oder aktive gemeint ist, denn letztere wird eher selten bis nicht gespeichert. Die 2% können also stimmen oder nicht...


    Eindeutigstes Indiz für einen defekten DPF ist ein verrußtes Endrohr und ein durchgängig geringer Differenzdruck über hunderte km hinweg im niedrigen einstelligen Bereich.

    AGR ist beim F20DVH ein heikles Thema, an das kommt man gelinde gesagt äußerst sch... ran. Mein Insi hat "erst" gut 70.000 km gelaufen, deswegen habe ich mir diesen Akt bisweilen erspart, genauso wie die Demontage, Sichtung und Reinigung des Ansaugkrümmers, denn das ist eine Fleißaufgabe für ein ganzes Wochenende.

    Mit "schnell mal nachgucken" ist da nix los!


    Was ich allerdings sagen kann, dass mit probehalber AGR Stecker abstöpseln ebenso wenig Resultate erzielt werden können, denn das habe ich kurzfristig ebenfalls durchexerziert. Erfolg: NADA!

    Besagte Differenzen sind eher im Kontext allgemeiner Art zu werten bzw. relevanter für Benziner, weil dadurch die Leistung des Motors im Fahrbetrieb geregelt wird.

    Beim Diesel dient die Drosselklappe lediglich als schnelle Abstellhilfe, sie agiert quasi digital - 0 oder 1 - zu oder auf. NO (normal open, also stromlos geöffnet, per Federkraftrückstellung).


    Abweichende Werte deuten ergo auf ein verzögertes und schwergängiges Betätigen beim Schließen hin.


    Batterie laden bringt übrigens nichts, habe ich erfolglos probiert, an Unterspannung des Akkus liegt es also nicht.

    Meine war ohne sichtbaren Befund.

    Optisch absolut i.O., fast neuwertig, gangbar, nur minimalst verölt. Habe sogar die Elektronik geöffnet und die Zahnräder geschmiert.

    Alles soweit tutti, trotzdem keine Veränderung, der Fehler kommt nach Löschung binnen 2...3 Motorstarts wieder.


    Mein Motor startet und stoppt tadellos, allerdings vibriert das Lenkrad im Standgas.

    Ferner regeneriert der DPF deutlich öfter als früher, seit kurzem teilweise sogar wöchentlich alle 150...200 km (aktiv), was er bisher nie tat.

    Sporadisch begleitet mit Fehlercode P02E1, was laut Google auf einen defekten/verdreckten MAP-Sensor oder schwergängige EKAS-Klappen im Krümmer hindeuten könnte, wobei ich mir nicht mal sicher bin ob er Letztere besitzt, denn ich sehe keinen Stellmotor am Krümmer dafür. Der 170PSer Vorgänger hätte welche, das hilft hier allerdings nicht weiter. Dessen Krümmer verdreckte nur allzu gerne, so viel ist sicher.


    Ladeluftstrecke habe ich bei meinem auf Dichtheit geprüft, ebenfalls ohne negativen Befund.

    Korrekturwerte der Injektoren im akzeptablen Bereich, sonstige Sensorwerte augenscheinlich okay, lediglich bei relativer Ansaugluft bin ich mir nicht sicher, sie steht im Ist bei fast konstant 67% vs. 100% im Soll. Kann nicht verifizieren ob die FS-Software Mist ist oder es sich wirklich um reale aber falsche Werte aufgrund eines Defekts handelt.


    Ansonsten läuft der Motor tadellos, hat volle Leistung. Stünde der Fehler nicht an, sprich die MKL würde nicht leuchten, könnte man meinen es wäre alles in Butter. Einzig das Getriebe schaltet spontan etwas ruppig, dies tat es jedoch seit Kauf vor 1 Jahr schon und als noch kein Fehler anstand.

    Der Fehler deutet auf die Drosselklappe hin, sie schließt oder öffnet nicht mehr korrekt (bewegt sich zu langsam oder bleibt hängen).


    ABER.... und ich kann hier aus eigener Erfahrung sprechen, denn ich habe derzeit selbst genau das selbe Problem... ist diese Aussage mit Vorsicht zu genießen!


    Es kann genauso gut am MAP-Sensor, dem Gaspedal, den Klappen im Ansaugkrümmer oder einem anderen (elektronischen) Bauteil liegen, deswegen habe ich mich bisher nicht getraut auf Verdacht das Teil zu erneuern, weil es ein Stück weit Stochern im Nebel ähnelt.

    Ja, genau die. :thumbup:

    Vorgegebene Nm kenne ich nicht, aber dezent zu, vielleicht 30Nm, evtl. bißchen mehr.


    Ford hat soweit mir bekannt ein vgl. Getriebe montiert, siehe hier:


    Ablaßschraube Aisin AWF Wandler defekt - Lösung - Mondeo MK4 - Community
    Ich denke das haben auch schon einige hier gehabt .. also jedenfalls alle die ein Aisin Wandler in ihrem Auto haben ... die Schrauben werden ja nun alt .. und…
    mk4-forum.denkdose.de


    Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

    Die Werte erachte ich als okay bzw. für plausibel, höchstens das Standgas ist grenzwertig niedrig.

    Lass den Tester während der Fahrt laufen und schau was der Diff.-Druck beim Beschleunigen (Halbgas, Vollgas) für Werte ausspuckt.

    Bleibt der Wert bei Null ist der DPF defekt (durchlässig), steigt er auf 20 oder deutlich darüber ist er relativ dicht. Letzteres halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich.