Beiträge von OpelInsi

    Servicesstellung ist jene die das Zwischenkabel per Widerstand simuliert, wobei in dem Fall die SSA deaktiviert ist und bleibt, was ja auch Sinn und Zweck des Unterfangens ist, eben die SSA dauerhaft auszuschalten.


    Das ist auch keine schnöde 0/1-Schaltung wie ein Lichtschalter im Haus, bei der es nur Licht an oder Licht aus gibt, sondern eine Bus-Geschichte bei der 2 Stellungen gleichzeitig möglich sind, sprich eine UND/ODER-Schaltung mit mehreren Schaltmöglichkeiten gleichzeitig, in dem Fall Haube geschlossen ODER geöffnet in Kombi MIT ODER OHNE Servicestellung, je nachdem ob das Kabel dazwischen angeklemmt ist oder nicht.

    Die Elektronik "weiß" somit, dass a) die Haube geschlossen bzw. geöffnet ist und gleichzeitig b) ob die SSA aktiviert oder deaktiviert sein soll, nämlich anhand jeweils zweier unterschiedlicher Widerstände welche simultan zueinander übermittelt und verarbeitet werden.


    Diese Servicestellung, welche per Tester ebenso aktiviert werden kann wie per Zwischenkabel "simuliert", ist aktiv egal ob die Motorhaube geöffnet oder geschlossen ist.


    Würde das Kabel nur eine offene Haube simulieren, würde die entsprechende Meldung dauerhaft im KI erscheinen. Tut sie nicht, muss sie auch nicht, sie ist ja im Normalfall zu. Somit hat sich der Verdacht um einen deaktivierten Fußgängerschutz von Haus aus erledigt, denn die Elektronik hat bei Meldung "Haube zu" keine Veranlassung zum Zweifel, respektive wird auslösen wenn es zum Aufprall kommt.


    Abgesehen davon würde und wird sie auch auslösen wenn du mit 40 km/h in eine Hofsäule, auf einen Poller oder in ein Reh krachst, denn sie wird sich in dem Fall niemals auf ein zuvoriges Signal der Fußgängererkennung stützen, so dern pauschal und stumpf auslösen wenn die gegebenen Parameter passen.

    Und nein, ich werde das jetzt nicht bei geöffneter Haube ausprobieren, aber es ist ziemlich wahrscheinlich dass das System auch dann auslöst, schlicht weil bei einem Unfall der Schalter beschädigt werden könnte, dadurch keine plausiblen Daten mehr verarbeitet werden können, der potenzielle Nutzen im Zweifelsfall aber immer größer als der zu erwartenden Schaden sein wird, daher generell bei der Programmierung ab Werk die aktive Motorhaube ausgelöst wird. Genau wie stets bei einem Frontaufprall ab einer gewissen Geschwindigkeit Fahrerairbag und dessen Gurtstraffer ausgelöst werden, weil dort immer Jemand sitzt, unabhängig davon ob der Sitzbelegungsschalter etwas anderes erzählt oder nicht. Manch Dinge sind so unabänderlich wie logisch, man braucht sie durch keine 2. Instanz mehr hinterfragen lassen.

    Nein, die Motorhaube wird nicht als "geöffnet" im eigentlichen Sinne behandelt, daher erscheint auch keine Meldung als solche im KI, es gibt auch kein Gepiepse, etc., sondern sie wird als "in Servicestellung" befindlich deklariert.


    Der Schalter kennt somit nicht nur 0 und 1 sondern per Widerstand eine dritte Stellung.

    Da in diesem Modus auch z.B. Probefahrten durchgeführt werden können, ist zwar die SSA deaktiviert, die Motorhaube jedoch geschlossen und somit die aktive Motorhaube ganz normal im Standby und löst aus wenn die programmierten Parameter passen.


    Und selbst wenn die Habe nur aufliegen würde, sich also im Fanghaken befindet, würde es wenig Sinn ergeben das System abzuschalten, denn die Schutzeigenschaften durch das Hochspringen am Scharnier blieben erhalten.

    Es gibt faktisch keine Stellung in der es Sinn machen würde die aktive Motorhaube zu deaktivieren, außer bei komplett hoch- bzw. offenstehender. Frage ist nur, wer würde so fahren?

    Welche Konsequenz kann es in der Praxis geben?

    Die Knautschzone wird durch das Hochspringen des Scharniers vergrößert und der Aufprallwinkel des Opfers verkleinert.

    Und zwar immer, egal ob die Motorhaube komplett geschlossen ist oder nur im Fangbügel hängt, sprich angelehnt ist.

    Die Sicherheitseinrichtung wird demnach niemals deaktiviert sonder so oder so bei entsprechenden Parametern (Aufprall vorn mit x,x G, gefahrene Geschwindigkeit x,x km/h) auslösen.


    Deaktivierter Airbag durch getrenntes Kabel ist hier kein passendes Beispiel, denn es wird weder durch das Relais am Schalter noch mit dem Zwischenkabel eine Verbindung zu einem Sprengelement unterbrochen.

    "Ein kleiner Widerstand" hindert übrigens keinen Airbag am Zünden, zumindest ist mir kein plausibles Beispiel dafür in Erinnerung.

    Und du hast mich missverstanden.

    Wenn es so einfach wäre absichtlich ein Sicherheitsfeature außer Kraft zu setzen, dann hätte der Hersteller einen groben Fehler gemacht.

    Wenn also die Motorhaube nur im Fanghaken hängt, weil sie z.B. nach dem Ölstand kontrollieren nicht richtig eingerastet ist oder der Schalter einen technischen Defekt aufweist, dann darf das die Funktion der aktiven Motorhaube im Falle eines Falles dennoch nicht tangieren. Sie wird demnach immer auslösen, egal ob am Schalter manipuliert wurde oder nicht.

    Der Einwand von Rich ist doch mit nur ein ganz klein bisschen nachdenken absolut berechtigt:
    Könnte es sein, dass das Fußgängerschutzsystem (Hochspringen der Motorhaube an der Scharnierseite) möglicherweise deaktiviert wird, wenn dem Auto (primär beabsichtigt: dem Start-Stopp-System) vorgegaukelt wird, die Motorhaube sei offen?

    Grundsätzlich soll das System lt. Betriebsanleitung NICHT auslösen, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit weniger als 25 bzw. mehr als 50 km/h beträgt. D.h. im Stillstand bei S/S sowie in der Werkstatt würde das System ohnehin nicht auslösen, da sich die Geschwindigkeit außerhalb der festgelegten Parameter befindet. Dennoch ist die Frage berechtigt, ob bei per Kabel simulierter "geöffneter" Motorhaube dieser Aufprallschutz eventuell ebenfalls ungewollt deaktiviert wird. Das könnte bei einem Unfall mit Personenschaden zu massiven Rechtsfolgen führen. Wenngleich das Risiko eher gering erscheint, sollte man die Frage nicht als lächerlich abtun. Nach einem Unfall denkst du wohl kaum daran, das Kabel schnell auszubauen, wenn die Schutzfunktion ggf. versagt hat - die geschweige denn, das Auto würde zur Klärung des Unfallhergangs beschlagnahmt.

    Daher zurück zur Frage: Kann dieses Kabel den Fußgängerschutz aushebeln? Dann wäre mir der Chip, der nur das Drücken der offiziellen Taste simuliert, wesentlich lieber und sicherer. Zumal dieser Chip anders als das Kabel das S/S nicht dauerhaft deaktiviert, was rechtlich ebenfalls unzulässig ist.

    Hast dir deine Antwort fast schon selbst gegeben. Die SSA kann den Schutz nicht aushebeln, denn sonst gäbe es keinen Schalter zum Deaktivieren im Innenraum. 😉

    Ansonsten könnte man rein theoretisch einen unliebsamen Fußgänger oder Radler aufs Korn nehmen und zuvor die SSA ausschalten um ihn absichtlich stärker zu verletzen als technisch nötig. Einen solchen Fauxpas erlaubt sich kein Hersteller.

    Lass die Batteriekabel checken, insbesondere das Pluskabel von der Batterie hin zum Anlasser, nicht dass hier etwas scheuert, einen Kurzen produziert und dir dadurch irgendwann mal das ganze Fahrzeug in Flammen aufgeht.

    Der Anlasser selbst könnte auch einen Schuss haben.

    Die Systeme sind getrennt voneinander.

    Spurhalteassistent nimmt seine Daten von der Kamera in der Frontscheibe, auch die Verkehrszeichenerkennung wird damit generiert.

    Totwinkelassistent, aka Spurwechselassistent, zieht sich den Input über die Radarsensoren, deren Steuergeräte in der Heckschürze montiert sind. Meist liegt der Fehler bei Letzteren, da sie gern undicht werden und korrodieren.

    Mach einen Termin bei Carglass, frag was die Kalibrierung von Sensoren und Kamera kosten und fahr dann dort hin. Tank vorher vollmachen nicht vergessen. 😉

    Sollte mehr im Argen liegen, dann können die das dort auch auslesen.

    Die Alu-Klebefolie würde ich entfernen, mir die Kabel genauer ansehen und danach passendes Textil-Klebeband anbringen. Falls du keines hast, gib Bescheid.


    Von den Elektroden der Kerzen bräuchte man eine Nahaufnahme, soweit erkennbar sehen sie mit Ausnahme der Verrußungen aber gar nicht so schlecht aus. Kann an viel Kurzstrecke und daher viel zu geringen Verbrennungstemperaturen liegen. Ich würde sie vermutlich reinigen und probehalber nochmals montieren.

    Rein nach der Optik kann man nicht gehen, manchmal sind auch scheinbar neuwertige Spulen defekt.

    Du kannst es auch oldschool machen, die Kerzen demontieren, sie alle wieder in die Spulen stecken, eine zweite Person orgeln lassen und beobachten ob eine Kerze ungleichmäßig zündet. Diese Variante ist jedoch sehr ungenau, denn augenscheinlich bestehen die Zündaussetzer ja nur temporär.

    Deswegen auch der Hinweis auf das Kerzenbild, denn bei Aussetzern wäre eine oder gar mehrere Kerzen eher schwarz verrußt, bei einer lecken Einspritzdüse dito und wahrscheinlich auch feucht.


    Auch der Nockenwellen- oder Kühlwassersensor könnte einen Macken haben, wobei hier aber vermutlich zusätzliche Fehlercodes generiert würden, der Sprit schlecht sein, Filter dicht, etc.

    Auf munteren Teiletausch würde ich mich jedoch nicht einlassen, schon gar nicht bei so teuren Teilen wie Zündspulen, und schon gar nicht alle 4, denn es gehen niemals alle auf einmal kaputt.