Ich denke, OpelInsi hat in seinem Beitrag weiter oben (RE: Welches öl) eigentlich schon alles gesagt. Wir drehen uns letztlich im Kreis: Das Forum kann euch weder die Entscheidung und noch viel weniger die Verantwortung für euer Handeln abnehmen. Ihr könnt nur das für und wieder sorgfältig abwägen und entscheiden, was euch technisch sinnvoller erscheint und welche Risiken ihr bereit seid zu tragen.
Wer aus Gewährleistungs- oder Kulanzgründen dem Hersteller oder einem Garantiegeber gegenüber auf Nummer sicher gehen will (oder Angst hat, dass ein potenzieller späterer Schaden möglicherweise doch auf eine von den Herstellervorgaben abweichende Ölentscheidung zurückzuführen ist), der bleibt bei dem Öl, was die Betriebsanleitung (oder eine später herstellerseitig erfolgte Empfehlung/Freigabe) aussagt.
Wem unsichere Kulanzleistungen des Herstellers nach Ablauf der Werks- oder Anschlussgarantie egal sind und sicher ist, dass er weiß was er tut (also auch sorgfältig zu unterscheiden weiß, was ein reißerisch und schlampig recherchiertes von einem aussagekräftigen, faktengestützten YouTube-Video unterscheidet) und bereit ist, im schlimmsten Fall das Risiko eines ungeklärten Motorschadens einzugehen (letztlich wird es ohne detaillierte Analysen/Gutachten schwer bis unmöglich sein herauszufinden, was nun wirklich im Detail der Auslöser für einen Schaden war), der kann auf eigene Faust umölen.
Um eine sichere Aussage zu treffen, müsste man wie in der Medizin evidenzbasierte, randomisierte vielleicht sogar Doppelblindstudien mit mehreren Exemplaren eines jeden Insignia-Motortyps durchführen, um auf einem Prüfstand den Motor z.B. 50-100 tkm lang den Einsatz unterschiedlicher Öle zu simulieren und am Ende eine intensive Bauteilanalyse sowie chemische Analyse des Motoröls durchführen. Aber wer soll das leisten? Das Auto wird nicht mehr gebaut, die Stückzahlen sind relativ gering, es existiert also keine marktwirtschaftlich interessante Zielgruppe.
Welches öl
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Hallo,
ich erledige auch den Ölwechsel bei all meinen Autos auch immer selber.
Für die Ottomotoren im Insignia B ist (so weit ich weiß) ein Öl mit Spezifikation nach GM Dexos 1 Gen. 2 jetzt Gen. 3 zu verwenden.
Mit Öle von Ravenol habe ich mich noch nicht beschäftigt, kaufe meistens Liqui Moly.
Liqui Moly hat 4 verschiedene Öle mit dieser Spezifikation im Angebot. Das DX1 5W-40 und das AA in 0W-20, 5W-20 und 5W-30.
Am Wochenende kommt bei meinem das Liqui Moly AA 5W-30 frisch rein, in Zukunft werde ich aber wieder das DX1 verwenden.
Auf meinem Öldeckel steht auch Dexos 0W-20 drauf. Laut Scheckheft wurde beim Vorbesitzer immer ein 5W-30 verwendet, Ausführung beim FOH.
Viele Grüße
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In Beitrag 170 zu sehen, ein Bild sagt mehr wie tausend Worte!
mfg. -
Naja, nicht wirklich.
Ein Bordbuch wird nicht aktualisiert, zumal in diesem Fall sogar noch nicht einmal die expliziten Freigaben stehen.
Wird z.B. das Dex2 über die Zeit durch Dex1 Gen. 3 ersetzt, hilft das Bordbuch nur noch bedingt weiter, zumal sich Opel, wie gesagt, mit ihren verworrenen Freigaben keinen Gefallen getan hat, weil Kunden wie Ölhersteller und auch Werkstätten kaum mehr durchblicken. Was letztere dann einfüllen steht überdies noch auf einem ganz anderen Blatt.
Es entbehrt, so denke ich, nicht einer gewissen Ironie, zu behaupten:
Opel formuliert seine Bezeichnungen bzw. Freigaben komplizierter als die Öle selbst.
Zweifelsfrei stellen Dex1 wie Dex2 keine sonderlich qualitativ hohen Ansprüche.
Was nicht negativ ist, immerhin ist ein Opel ein Opel und soll es auch bleiben. Wenn ich absolut Geld verbrennen möchte, hole ich mir einen AMG oder M, brauche über Spezialöl für 30€ und mehr p. Liter auch nicht mehr rumheulen.
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Zitat
Opel formuliert seine Bezeichnungen bzw. Freigaben komplizierter als die Öle selbst.
Ich finde kompliziert wirds immer erst wenn in Foren jeder denkt das man ein besseres Öl findet wie die Ingenieure des Herstellers selber.
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Einerseits gebe ich dir recht, andererseits hat der Hersteller vielleicht andere Zielvorgaben im Kopf (nämlich Reibungsoptimierung, Verbrauchssenkung, CO2-Reduzierung, koste es was es wolle) als wir Kunden/Nutzer wie z.B. Dauerhaltbarkeit/Ölverbrauch.
Problem: Ohne aussagefähige Tests ist es schier unmöglich, seriös vorherzusagen wie viel Spielraum das Material hergibt, um beim Motoröl abzuweichen, selbst wenn es nur geringfügig ist. Ich will niemandem seine Erfahrungswerte absprechen und speziell OpelInsis Erklärung (unterjähriges, saisonales Wechseln passend zu den zu erwartenden Temperaturfenstern) erscheint mir zumindest technisch plausibel.
Wer das nicht will, muss sich einfach auf die Herstellervorgabe verlassen und in der vorgegebenen Spezifikation das qualitativ möglichst hochwertigste Öl verwenden.
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Also ich mach ja nen Test für mich selber. Habe an meinen bis jetzt 12 oder 13 mal Ölwechsel gemacht (alle 15000) und immer das GM Dexos 2 genommen. Was soll ich sagen der Motor läuft geschmeidig wie am ersten Tag, auch bei minus 10 Grad startet er angenehm leise. Ölverbrauch halber Liter auf 15000km. Ich wüsste also nicht was ein anders Öl noch verbessern könnte.