Brauchen wir bald einen Zweitwagen um einen eventuellen Werkstattaufenthalt überbrücken zu können?
Du wirst lachen, mitunter aus diesem Grund steht bei uns noch ein alter aber einsatzbereiter Renault Megane herum, als Ersatz für den Fall der Fälle. Ursprünglich nur als Übergangsfahrzeug nach Defekt am Hyundai gedacht welchen ich zuvor fuhr, habe ich ihn nicht mit Verlust weiterverkauft sondern als Notfall-Backup behalten. Wirtschaftlich vielleicht etwas sinnlos, wenn du aber auf dem Land keinen adäquaten fahrbaren Untersatz hast, bist du schnell aufgeschmissen.
Ich werde garantiert die Bierkisten keine 7 km vom nächsten Supermarkt heimschleppen, nur weil Stellantis diverse Teile wochenlang nicht auf die Bahn bringt. Ich bettle mit Sicherheit auch keine Kollegen ewige Zeit an mich mit in die Firma auf Arbeit zu nehmen, obwohl sie es zweifelsfrei täten, weil sie wissen, dass ich für sie ebenso den Fahrdienst spielen würde.
Noch haben wir aber keine DDR-Verhältnisse...
Stellantis sollte sich lediglich überlegen ob derlei Kundenbetreuung auf lange Sicht nicht akut geschäftsschädigend ist, denn mir persönlich ist es mittlerweile total egal welche Marke ich fahre. Wenn es demnach der erste und zugleich letzte Opel war den ich mein Eigen nannte, weine ich dem Hersteller auch keine Träne nach, denn es gibt zig andere am Markt. Stimmt das Preis/Leistungs-Verhältnis nicht mehr, fliegt so eine Kiste schneller vom Hof als sie den Weg dort hin gefunden hat.
...Es sei denn er weckt meinen sportlichen Ehrgeiz, so wie mit der defekten Drosselklappe an meinem Insi dieses Jahr. Ich habe mir schlicht für gut 50€ eine neuwertige gebrauchte geholt anstatt in der Werkstatt für 700...800€ eine neue einbauen zu lassen. Mit dieser Ersparnis sind die jährlichen Unkosten für das Ersatzfahrzeug bereits gedeckt und Stellantis hat genau Null € mit mir gemacht. Zur Not betreibe ich dieses Spiel die nächsten 7 Jahre weiter, denn mit spätestens 10 Jahren geht das Teil ohnehin zum Verwerter.