Ölverlust GSI (LSY) / Garantie

  • Den T-Joint sieht man gut von oben sehen wenn man im Bild an der markierten Stelle reinschaut.

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    Das Bild hab ich mir mal aus der Galerie vom alten Mann gemopst. Ich hoffe das war okay?

    Hi leviathan85 ,


    was kann ich mir unter T-Joint vorstellen, wie sieht der T-Joint denn aus?

    Opel Insignia B Grand Sport 2.0 (D20SHL/F20SHT(LSY) 200 PS Benziner

    Nautic Blau | Modelljahr 2021

  • Hallo @LucaScaletta


    schau mal hier hab ich was in Onedrive hochgeladen. Das erklärt so ziemlich genau worauf man achten soll.

    Der sogenannte "T-Joint" ist nichts anderes als eine Kreuzfuge. Also die Stelle an der die Ventildeckelfuge und die Steuerdeckelfuge (keine Ahnung ob man das so nennt aber besser kann ich es nicht erklären :D ) aufeinandertreffen. Quasi eine T-Fuge.


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    Viele Grüße

  • Jedes mechanische Bauteil wird innerhalb gewisser Toleranzen gefertigt, was sich insbesondere z.B. bei Turbos signifikant auswirken kann. Der eine hat etwas mehr Spiel an Welle/Lagerung, deswegen verbraucht er stets Öl, der andere begnügt sich mit nahe Null. Ist halt so.


    Die leidigen VW TSI sind zwar ein anderes Thema - wer ein solches Fahrzeug kauft ist ohnehin selbst schuld, weil er von Motoren keinen blassen Schimmer hat - die Ölverbrauchsthematik hinsichtlich Kolben(ringe) besteht jedoch generell und betrifft somit auch Opelmotoren.

    Sowohl im oberen als auch unteren Drehzahlbereich neigt jeder Motor zum Ölverbrauch, das ist unabänderbar. Der eine mehr, der andere weniger, wenn es jedoch nicht am Turbo liegt, dann sollte man seine übliche Fahrweise überdenken. Entweder wird zu sehr geheizt, was in der heutigen Zeit ein eher seltenes Phänomen ist, oder es wird der Motor zu oft zu stark aus dem Drehzahlkeller heraus geholt. Überlegt daher ob eure Fahrweise der Physik nicht eher abträglich ist, und versucht unten herum seichter Gas zu geben und ein paar hundert Umdrehungen später zu schalten. Das erhöht zwar den Spritverbrauch marginal, senkt aber jedoch im Gegenzug den des Öls.

    Erst wenn das nicht hilft, dann auf dickere Plörre umölen und schauen was passiert.


    Mein Insi hat sich beim Vorbesitzer 1,5 Liter 0W20 auf 30.000 km genehmigt, was m.E. viel zu viel war, respektive für mich inakzeptabel. Seit ich auf 5W30 gegangen bin und die Intervalle stark verkürzt habe, schluckt er faktisch Null.

    Der Turbo war und ist okay, der hohe Ölverbrauch war aber vermutlich eine Kombination aus dünner Plörre und einem Fahrer, der zu wenig Gespür für das Gaspedal hatte.


    P.S.: VW baut in die aktuellen Motoren dieser Klasse wieder die alten, schrottigen Kolben mit viel zu dünnen Ringen ein, sie wollten also nichts lernen bzw. machen das mit voller Absicht. Wer so etwas kaufen will, sollte vielleicht zuvor nochmal beim Kopfdoktor vorbeischauen und fragen ob noch alles i.O. ist. 😉 Dezent ausgedrückt...

  • 1,5 Liter auf 30 tkm - wie meinst du das genau? Als tatsächliche Nachfüllmenge zwischen zwei Ölwechseln oder als Fehlmenge? Wo da der Unterschied sein soll?
    Wenn ich z.B. 0,5 Liter auf 10 tkm verbrauche, würde ich nach 10 tkm 0,5 Liter nachfüllen und nach 20 tkm einen weiteren halben Liter. Bei Erreichen des Ölwechselintervalls bei 30 tkm würden erneut 0,5 Liter fehlen, die ich aber natürlich nicht mehr nachfüllen würde, da ja ohnehin der Ölwechsel ansteht.
    Somit hätte ich eine Fehlmenge von 1,5 Liter Motoröl auf 30 tkm, aber eine tatsächliche Nachfüllmenge von 1,0 Liter. Daher meine Frage, was du mit "1,5 Litern genehmigt" meinst.

    So oder so halte ich aber 0,5 Liter Ölverbrauch auf 10 tkm bei dem dünnen Öl für durchaus vertretbar. Mein Händler meinte schon, dass ich im Vergleich zu vielen anderen Kunden bereits mit den knapp 1,0 Liter je 10 tkm beim ersten Motor im eher "sparsamen" Bereich gelegen hätte. Mit aktuell ca. 0,3 Liter Ölverbrauch bin ich sogar sehr zufrieden. Ich würde fast die Behauptung wagen, dass bei einem Ölwechsel nach spätestens 10 tkm ein Ölverbrauch von theoretisch 0,1-0,2 l eh kaum auffallen würde, als dass man von einem echten "Null-Verbrauch" sprechen könnte.

    Du klammerst in Bezug auf deine durchaus berechtigten VW-Aussagen aber aus, dass nicht jeder so technikaffin ist, wie wir es hier im Forum sind. Was für dich selbstverständlich ist, ist es für viele andere nicht - Kenntnisse zu der Problematik gehören nicht zur Allgemeinbildung (ähnlich wie freiwillig extrem kürzte Ölwechselintervalle NICHT die Norm sein dürften, selbst wenn es technisch betrachtet mittlerweile fast traurige Realität ist). D.h. Aufklärung und Bewusstsein für die Thematik ist bei vielen bei weitem nicht so präsent wie bei uns. Selbst wer die AutoBild nur sporadisch liest, könnte es zwar mal mitbekommen haben, aber 3 Jahre später beim nächsten Autokauf ist das beim Durchschnittskäufer bzw. der -käuferin doch längst wieder vergessen (ähnlich wie das Stichwort "Dieselgate" und anderes). Zumal Verkäufer gerne von wesentlichen Änderungen sprechen, sie sich seitdem ergeben haben, um die Kunden zu beruhigen und was zumindest in kleinen Teilen oft auch stimmt, also nicht komplett gelogen ist. Daher bin ich mit Aussagen zur mentalen/kognitiven Verfassung der Käufer:innen ;) , die man als etwas herablassend fehlinterpretieren könnte (auch wenn du es nicht so meinst), eher zurückhaltend.

    Viele Grüße,

    ackerpower :)


    Opel Insignia B Grand Sport - GS Line Plus - 2.0 Diesel 128 kW (F20DVH/LSQ), 6-MT (M35, Gen. 3), 2WD - Nautic Blau - Mj. 2021(A)

  • Beim Kauf fehlten bei meinem 0,5 Liter aufs Minimum, dieser Trottel (anders kann man es leider nicht sagen) ist also nur gefahren und hat niemals den Ölstand kontrolliert bzw. kontrollieren lassen. Ist nicht so schlimm, aber halt typisch für Leasingfahrzeuge.

    Der Verkäufer hat auch keine Durchsicht gemacht. Naja, Fachkräfte allerorten, früher hätte man wenigstens noch nach derlei profanen Dingen gesehen und prophylaktisch aufgefüllt, aber da Fahrzeuge heute ohnehin nach 150...200 kkm ihre "Lebensdauer" erreicht haben...

    Schwamm drüber!

    Wird schon schiefgehen...!


    Der Besitzer hat ihn aber garantiert hie und da zu untertourig bewegt, deswegen der erhöhte Ölverbrauch. Vorteil: ein eher wenig geforderter Motor kommt auch mit weniger Ölfüllmenge aus ohne alsbald zu krepieren, insbesondere ein Diesel.


    Ich weiß, die TSI-Thematik ist fast so eine diskussionswürdige Sache wie ein "Religionsstreit" ums Öl, von daher etwas ziemlich emotionsgeladenes Ding, bei der fast jeder seine eigene Meinung hat und diese auch oftmals kund tut. Ein ziemlich heißes Pflaster also, weswegen ich auch nicht auf Eskalation poche. Ist eben nur meine Ansicht, aber ja du hast Recht, ich sehe das ziemlich straight und benenne es auch so: Jeder der eine solche Schüssel kauft, hat aus meiner Sicht entweder zu viel Geld, etwas am Helm, oder zumindest jedoch ein Problem damit strikt rationale Entscheidungen zu treffen. Solch ein Gefährt würde ich nur unter relativem Zwang kaufen, aber definitiv nie freiwillig. "Keine Ahnung von Technik" ist dabei keine Ausrede, denn sich nicht vorab damit im gewissen Umfang zu beschäftigen ist mindestens töricht, wenn nicht sogar schlimmer. Solch Maschinen werden hergestellt, nur weil unwissende Leute es kaufen. Etwas teuer Lehrgeld wie ich finde, denn ein Fahrzeug ist kein 1€-Wegwerfartikel aus dem Ramschladen, wird jedoch von Firmen wie VW mittlerweile als solches angesehen. Zu meiner Zeit hätten mich meine Eltern gefragt, ob ich noch alle Latten am Zaun hätte. Mein Opa - Gott hab ihn seelig - hätte mich vermutlich nur mit etwas Glück am Leben gelassen. Zurecht wie ich finde!