Welches öl

  • Zitat

    Soweit ich weiß ist das im Moment Elf und früher war es Total. Wenn du etwas Ahnung hast kannst du deren Öle gern mal Ölen der gleichen Freigabe von z. B. Ravenol vergleichen....

    Ja das ist bestimmt so wie Du es sagst, das es verschiedene Hersteller im Laufe der Zeit waren. Solange sie nach den vorgegebenen Spezifikationen das Öl herstellen ist mir eigentlich egal wer es herstellt, wobei Elf und Total ja Hersteller sind die schon Jahrzehnte Motoröle produzieren.

    Ich frage mich immer was den durch ein anderes Öl besser werden soll? Also was ist die Definition von besser in diesem Fall?

    Ich denke diese Frage kann hier überhaupt niemand beantworten, denn dann müsste es wie von ackerpower schon beschrieben mindestens 2 gleiche Autos geben die exakt mit dem gleichen Fahrprofil über 100k oder 200k Kilometer fahren jedes immer mit dem gleichen Öl und gleichen Ölwechselintervallen. Erst dann kommt was aussagekräftiges bei raus. Wie ich oben schrieb ich mache ja im Prinzip einen Test indem ich nach nun fast 200000km nur dieses ein Öl fahre. So kann ich wenn ein Motorschaden entsteht (wenn's aufs Öl zurückzuführen ist) ganz klar sagen es lag am GM Dexos 2. Oder andersherum wenn ich in ein paar Jahren hier schreibe bin jetzt bei 300000km nur mit GM Dexos2 angekommen. Ist es dann das beste Öl?

    Sobald jemand 3 oder 4 verschiedene Hersteller ausprobiert immer im Glauben das noch bessere Öl nun gefunden zu haben, wie will derjenige dann nach 200000km sagen welches Öl nun den größten Verschleiß im Motor verursacht hat?

    Grüße aus Potsdam
    Heiko


    1,6D GS - Automatik - Dynamic - BJ.06/18 - EZ. 07/18 - Rouge Braun - Alu 19'

  • OpelInsi
    Also, du fährst nun schon längere Zeit ein 5W30 Öl im F20DVH und hast bisher keine negativen Erfahrungen gemacht?!
    Kannst du das nochmal bestätigen?
    Und klar, das ist natürlich vom Fahrprofil abhängig.

    Ich frage mich, warum denn der Insignia, keine Freigabe für weitere Viskositätsklassen bekommt.
    Kann Opel da mal Auskunft geben? Sicher wegen den Flottenverbrauchswerten, aber mglw. gibt es noch weitere Gründe.

    Ich überlege als Kompromiss, auf das OV0401547-D30 0W30 zu wechseln.
    Soweit ich weiß, bekommen alle neueren Opel Diesel das Öl.
    Nur beim Insignia kommt keine Freigabe.

    Normal bekommt der ja OV0401547-A20 (A = Alles, Benzin und Diesel)
    Ich glaube OV0401547-D30 (D = Nur Diesel) kommt dem am nähesten und ist als 0W30 verfügbar.

    Was sagt ihr dazu?

  • Bis auf einen kurzzeitig marginal ruppigeren Lauf beim Kaltstart gibt es beim 5W30 keine Einschränkungen. Der gibt sich nach ein paar Sekunden, also ab dem Moment völliger Durchölung. Allerdings wirklich nur bei niedrigen Außentemperaturen, ab ca. 5°C oder knapp darüber ist davon kaum bis nichts mehr zu spüren.

    Bis auf tiefsten Winter halte ich in unseren Breitengraden daher dieses Öl für das Vernünftigste.


    Das 0W30 wäre evtl. ein ganzjähriger Kompromiss, man müsste es allerdings einmal im Hochsommer beobachten, ich glaube nämlich es würde sich annähernd so verhalten wie das 0W20, welches meinem Empfinden nach zu heiß im Dauerbetrieb bei 2/3-Last und darüber wird, was erhöhten Verschleiß zur Folge hat. Daher nochmal: es kommt massiv aufs Fahrprofil an, denn wer nur durchschnittliche Laufleistungen verlangt (<250...300 kkm) und selten bis nie scharf am Gas hängt bzw. keine regelmäßigen Vollgasetappen auf BAB veranstaltet, dem kann es relativ egal sein, da schlicht die Reserven niemals benötigt werden.

  • Da der erste Wert 0w nicht verändert wird, ist dagegen nichts einzuwenden, der zweite Wert ist für die Schmiereigenschaften bei thermischer und mechanischer Belastung wichtig. Dabei ist das Öl nicht dickflüssiger, sondern besitzt nur die Schmiereigenschaften eines 30iger Öles. Wird durch spezielle Herstellung und synthetischen Zusätzen erreicht. ;) mfg.

    Das Problem am Auto sitzt in der Regel, zwischen Fahrersitz und Lenkrad ! ;)

    2.0 DTH/AT8 MY 19

  • Zum Thema Öl, Viskositäten, Eigenschaften, usw. gibt es von JP Performance & Halle77 ein sehr interessantes und informatives Video.

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  • Das hier sagt die Gemini KI zu der ganzen Sache, aber das ist mit Vorsicht zu genießen.

    "

    Das Ziel der maximalen Langlebigkeit ist absolut nachvollziehbar, besonders bei einem modernen Diesel mit hoher Literleistung. Der Reflex, zu einem "dickeren" Öl zu greifen, stammt aus einer Zeit, in der Schmierfilme bei Hitze oft rissen. Bei Motoren wie dem F20DVH ist die Strategie für ein langes Leben jedoch eine andere.

    Wenn du die Lebensdauer deines Insignia maximieren willst, sind folgende Punkte effektiver als der Wechsel auf ein 0W-30:

    1. Das Intervall ist wichtiger als die Viskosität

    Opel gibt oft Intervalle von bis zu 30.000 km vor. Für die Langlebigkeit ist das der größte Feind.

    • Die Empfehlung: Halbiere das Intervall. Wechsle das 0W-20 alle 10.000 bis 12.000 km oder einmal im Jahr.
    • Warum? Öl altert nicht nur durch mechanische Belastung, sondern durch Kraftstoffeintrag (besonders bei Kurzstrecken/Regeneration) und Rußaufnahme. Ein frisches 0W-20 schmiert nach 10.000 km weitaus besser als ein verbrauchtes 0W-30 nach 25.000 km.

    2. Thermische Entlastung des Turboladers

    Der F20DVH hat einen Turbolader, der extrem schnell hochdreht. Das 0W-20 erreicht die Lagerwelle beim Kaltstart in Bruchteilen von Sekunden.

    • Ein 0W-30 ist beim Kaltstart (selbst bei 20°C Außentemperatur) zäher als das 0W-20. Diese Verzögerung in der Durchölung summiert sich über die Jahre zu messbarem Verschleiß an den Turboladerlagern.
    • Tipp: Halte dich an das 0W-20, aber achte strikt auf das Warm- und Kaltfahren.

    3. Rußmanagement und AGR

    Die Langlebigkeit eines modernen Diesels wird meist nicht durch mechanischen Verschleiß der Lager begrenzt, sondern durch:

    • Verkokung der Ansaugwege (AGR-System).
    • Verschleiß des Kettentriebs durch Rußpartikel im Öl. Hier hilft das 0W-20, da es durch seine Fließgeschwindigkeit hilft, Partikel besser in Schwebe zu halten und zum Filter zu transportieren, anstatt dass sie sich in "toten Winkeln" des Motors absetzen.

    4. Die chemische Stabilität

    Moderne 0W-20 Öle nach der OV0401547 Norm basieren auf sehr hochwertigen Grundölen (oft PAO oder HC-Synthese), die extrem temperaturstabil sind. Sie sind darauf ausgelegt, trotz der geringen Viskosität einen extrem belastbaren Schmierfilm aufzubauen. Ein "Reißen" des Films ist bei diesem Motor innerhalb der spezifizierten Betriebsparameter technisch nahezu ausgeschlossen.

    Mein Rat für maximale Laufleistung:

    1. Bleib beim 0W-20 (A20): Es garantiert, dass die variable Ölpumpe exakt den Druck liefert, den die Lagerstellen benötigen.
    2. Ölwechsel-Intervall: Reduziere es auf 10.000 - 15.000 km. Das ist der "Heilige Gral" der Motorenpflege.
    3. Kraftstoff: Hochwertiger Premium-Diesel kann helfen, die Rußbildung zu reduzieren, was wiederum das Öl weniger belastet.
    4. Marathon-Mentalität: Behandle den Motor kalt wie rohe Eier und gib ihm erst Last, wenn das Öl (nicht das Wasser!) mindestens 80°C hat."
  • Stimme mit einer Ausnahme bei allem absolut zu, insbesondere Punkt 4, daher bekommt mein Motor umso weniger Last je kälter es ist und auch erst Drehzahlen jenseits 2000 U/min. nach mehreren Hundert Metern oder gar erst nach wenigen Kilometern.


    Punkt 1 dagegen stimmt definitiv nicht immer, denn wie ich auch schon schrieb, bekommt das Öl im (Hoch)Sommer selbst bei relativ moderater Last über dem Durchschnitt dermaßen Temperatur, dass es nicht mehr wirklich gesund ist. Zu dünn, kalt wie warm, zu wenig Reserven auch unter guten Bedingungen.


    Es verträgt durchaus eine gewisse Zeit lang 150°C und mehr, das sind allerdings Extrembedingungen wie auf Rennstrecke, wobei hier eher nach 2.000 km gewechselt wird als nach 20.000 km oder mehr. DAS ist eine andere Welt, in der auch niemand über einen Turbotausch nach 100.000 km klagt, sondern sich eher Gedanken darüber macht den Motor zum Teil oder komplett revidieren zu lassen sofern gewisse Zweifel bestehen.


    Mein letzter Hyundai IX35 war ähnliche Leistungsklasse verglichen zum Insi, hatte jedoch 8 Liter Motoröl-Füllmenge. Die wussten schon warum nicht nur 5 Liter.

    Trotzdem ging der Turbo nach ~120.000 km zu Bruch, obwohl das Öl stets mehr als rechtzeitig gewechselt wurde.

    Nicht umsonst packte man früher beim 911er rund 20 Liter ins System, die Porsche-Konstrukteure waren schließlich nicht auf der Brennsuppn dahergeschwommen. Der Vergleich hinkt zwar etwas, aber 1 Schmierfilmabriss genügt und es ist Schicht im Schacht.

    Spätestens im etwas fortgeschrittenen Alter, also mit gewisser Laufleistung, ist auch auf die heutzutage ach so engen Toleranzen gepfiffen, denn die werden über die Jahre nicht kleiner, zudem die Ölpumpen immer leistungsschwächer.


    Wer einen Dongle und eine entsprechende App hat, der kann sich bei Interesse öfter mal auf dem Smartphone den Öldruck ansehen, denn der ist in den Sensorwerten hinterlegt, kann ergo live überwacht werden.

    Ihr werdet euch wundern wie niedrig er selbst bei hohen Drehzahlen ist. Ein Tribut an die Effizienz - wieder mal. Ein selten dämlicher Mist und ein weiterer Faktor warum regelmäßigeres Wechseln sinniger ist, weil bei 1...1,3 bar Druck im Standgas und max. ~2,5 bar bei Vollgas schlicht nicht viel Reserven bleiben, da mittlerweile nahezu alles relativ auf Kante genäht ist. Wohlgemerkt unter optimalen Voraussetzungen bei betriebswarmen Motor und neuwertigen Bauteilen.

  • Ich habe heute auch mal beim Räderwechsel mit einem Serviceberater gesprochen und im Vorfeld ChatGPT gefragt. Bei meinem wurde ja im Februar das Total 5W-30 FPW9.55535/03 eingefüllt nach „Stellantis“ Herstellervorgaben. Da der Motor aber ein GM Fabrikat ist, ja kann man das Öl anhand der Spezifikation nehmen und es ist ein gutes Allround-Öl, aber um Längen besser sei das Ravenol DXG 5W-30 vor allem für den 2.0 Turbo 230PS Motor. Ist freigegeben nach Dexos 1 Generation 3 und hat bessere Merkmale im Bereich LSPI, usw.

    Werde daraufhin bald mal einen Ölwechsel durchführen und dann das Ravenol nutzen.

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